Swebac, Jacques

Swebac, Jacques, genannt J. de Fontaines, Maler von Metz , machte zu Paris unter C. M. A. Duplessis seine Studien, und wählte dann besonders den van der Meulen zum Vorbild, wel- chen er in zahlreichen Schlachtbildern und anderen militärischen Szenen nachahmte. Besonderen Beifall erwarb er sich durch seine Pferdestücke, wobei er aber auf die strenge Bezeichnung der Ragen nicht sehr genau Rücksicht nahm, Er liebte schlanke Formen und wusste diese Thiere lebendig und gefällig zu gruppiren, Seine Bilder sind im Allgemeinen sehr geistreich aufgefasst und mit Geschmack durchgeführt. Im Colorite haben aber nicht alle gleiche Vorzüge, Die Färbung ist öfter schwer und eintönig, wofür aber die geist- reiche Auffassung, die freie und doch fleißige Behandlung meistens einen schönen Ersatz leisten. Von 1800 an sah man auf den Salons zu Paris zahlreiche Gemälde in Öl von ihm, welche in Schlachtbil- dern, militärischen Szenen, Jagdstücken, und in Landschaften bestehen. Überdies arbeitete er auch für die Porzellan-Manu- faktur in Sevres, und führte Zeichnungen zum Stiche aus, beson- ders für das Musée français. Im Jahre 1833 starb dieser geschickte Künstler. Couche jun. und Beauvinet stachen nach ihm die Schlachten bei Jena und Austerlitz. J. D. Bertaux radirte zwei Bilder, wovon das eine einen Pferdemarkt, das andere mehrere Pferde auf der Weide vorstellt, kl. qu. fol. Duplessis und Dupréel stachen nach seiner Zeichnung einen Cavallerie-Angriff von Wouvermans; Mal- bôte und Laurent eine Reitschule in freier Gegend von ebendem- selben, und dann Malbête und Daudet eine grosse Hirschjagd von Wouvermans, alle drei Blätter für das Musée Napoleon. Garreau stach für dasselbe den Charlatan nach C. Dujardin und Dequevauviller eine Landschaft nach Wyants für das genannte Musée. Reville und Caquel führten für dieses Galleriewerk nach Swebac's Zeichnung ein Blatt aus, welches den Chor der Kirche von Delft nach de Witte vorstellt.

Dann hat Swebac selbst in Kupfer gestochen. Wir haben von ihm eine Encyclopédie pittoresque mit 468 Blättern, meistens im Umrisse, dann auch in Crayonmanier und in Aquatinta ausge- führt. Diese Blätter, welche vier Bände in 4 bilden, enthalten verschiedene Compositionen, Capricen und Studien,

Ferner haben wir lithographirte Blätter von ihm, schwarz und colorirt.

  1. Les Maquignons, qu. fol.

  2. Album lithographique, 12 Blätter mit militärischen Szenen und Pferdegruppen, 1831, fol.

  3. 6 Blätter mit vier kleinen Pferdegruppen, gr. 4,

  4. Delassement du soldat, 3 Blätter, gr. fol.

  5. Scenes du Carnaval, mit 15 Darstellungen auf einem Blatte,

  6. nouvelles Macedoines, 10 Blätter mit Pferden, und militä- rische Stücke, fol.

  7. Macedoines Russes, 10 Blätter mit russischen Gruppen, gr. fol.