St. Bernhard mit dem Kreuze, gest. von M. Natalis, kl. fol.
Der Schutzengel, begleitet von kleinen Engeln, tötet Unge- heuer, welche einen Knaben zu verderben drohen. Letzter er- hebt die Hände zum Himmel, wo Engel ein Concert anstimmen, Gest. von P. de Baillu, gr. fol.
Eigenhändige Radirungen, 5
Die Blätter dieses Meisters sind selten und trefflich in ihrer Art. Sie stehen in hohen Preisen.
Das Opfer Abrahams. Links liegt Isaak auf dem Altare und rechts steht der Patriarch nach dem Engel blickend, der in einer Wolke erscheint. Ohne Namen des Radirers, fol.
Merkur bringt einen Schatten vor die Hekate, J. Thomas inv. et fec. 4
Eine Dame an der Toilette mit einem Portraite in der Hand,
J. Thomas inv. et fec., kl. fol.
- Ein Hirt am Baume, welcher eine Schäferin umarmen will, anscheinlich Rubens und seine Frau. Sie steht links mit einem grossen Hut auf dem Kopfe und dem Schäferstocke auf der Achsel. Rechts auf dem Felde sieht man Schafe und im Mittelgrunde einen Bock, Joh. Thomas inv. et fecit. Fr.
van Wyngaerde ex. Lebendige und schön radirte Compo- sition. Ohne Namen des Radirers und ohne Adresse. Sehr selten. I. Mit dem Namen von P. P. Rubens. II. Mit dem Namen von Thomas und mit der Adresse, Bei Weigel 6 Thlr.
- Ein Satyr umarmt eine Nymphe, in Rubens Manier behan- delt. Joan. Thomas in. et fecit. F. v. d. Wyngaerde exc.
H. 5 Z. 6 L. mit 4 L. Rand, Br. 4 Z.
Dieses sehr seltene Blatt wurde früher der Erfindung nach dem Rubens zugeschrieben, und daher zählt es Basan, Sujets de la Fable Nr. 40 im Werke desselben auf, doch mit der Bemerkung, dass es von Thomas herrühre.
Thomas von Uprn ist einer der früheren Meister, welche die schwarze Kunst geübt haben. Die meisten dieser Blätter gehören zu den Seltenheiten, und stehen in guten Preisen. Mehrere ver zeichnet Graf Laborde, Hist. de la gravure en manière noire Paris 1830, pp. 131. Auch in R. Weigel's Kunstkatalog kommen solche Blätter vor.
Leopold, D. G. Roman, Imperator, 'Semper Augustus, Ger-
Achilles als Pyrrha, Gespielin der Töchter des Lykomedes,
Thomas, Johann.
Im ersten Drucke ist es ohne Namen. Einen solchen Druck finden wir auf 10 fl. 48 kr. gewerthet,
Figuren, drei Schäfern und drei Schäferinnen im Wal. Rechts am Rande steht der Du- delsackpfeifer, nur bis an die Brust ähsehen, und neben ihm ein Weib, welches den zudringlichen Schäfer von sich stösst. In der Mitte tanzt ein Paar, während links der Schäfer seiner Nachbarin die Waden zuü enthüllen sucht. Dieses Mädchen trägt einen Korb. Im Rande sechs Verse: Ne pense pas a mal, toy qui voys ce berger la Cotte de Phillis si hardiment toucher: Ce n'est pas pour scavoir, si elle est d'aventure Ainsi qu'il besoing garni de doublure Et de peur que Tircis ne face tout aultant la Cotte d'Amaril se leue par Vent. Johannes Thomas fecit. H. 9 Z. 4 L. Br. 13 Z. 2 L. Der Rand 5 L.
Dieses seltene Blatt wurde früher der Composition und gewöhnlich dem Rubens zugeschrieben, und daher führte auch Basan im Cataloge der Werke dieses Meisters auf, 4 legories etc. Nr. 61, doch mit der Bemerkung, dass auch die Composition von dem Radirer herrühren dürfte.
welcher die Kuh melkt. Nach Titian, und dem Thomas beigelegt, dessen Name sich nicht aus dem Blatte findet, kl. qu. fol.
Schwarz kunstdblätter.
man. Hungar. Boem. etc. Rex, Archidux Austriae etc. Joan- nes Thomas ad Vivum pinxit. Die Arbeit ist eintönig und hart. H. 10 Z. 9 L. Br. 9 Z.
mit Cupido, oder nach anderer Ansicht die Königin Christ- ina von Schweden mit Amor, aber offenbar das Bildnis der Maria Ruthven, van Dyck's Gattin, nach dessen Bild- nis im Belvedere zu Wien. Ein schönes Weib à la Segant- elle aufgezählt, und im Brustharnisch. Sie hält einen Helm, und findet hinter ihr fasst Amor mit dem Köcher den Mantel. Diese Figuren erscheinen zwischen zwei Felsen auf schwar- zem Grunde. Unten steht: Achilles inter virgines habitus, muliebri delitescens ex galea sibi prae donis ceteris electus. Ulixis astu detegitur. Mit der Dedication: Spectantissime | eximioque viro Dno. Ludovico Malo, observationis ergo ad dicat humillime Joann. Thomas 1. jan. 1650. Dieses Blatt ist gut gezeichnet und von vieler Wirkung. Die Anwen- dung der Eau-forte brachte aber einige Härte in das Ganze. H. 8 Z. 3 L., Br. 7 Z. 9 L. Weigel werthet dieses sehr seltene Blatt auf 9 Thl. S. Carolus Boromäus, Brustbild im Profil. Mit Dedict- tion an den Erzbischof Carl Caspar von Trier, und des Namen: Joannes Thomas, gr. 4.
Büste eines Kriegers mit Helm, im Profil nach rechts. Die Lanze reicht über die linke Schulter hinaus. Unten steht: Pro Deo et Patria. Joannes Thomas pinxit 1658. Dieses Blatt ist im Machwerke noch unvollkommen, und verräth die Nachahmung des Prinzen Rupert. H. 8 Z. 2 L., Br. 6 Z. 2 L.
Diogenes mit der Leuchte, und drei andere Figuren. Auf einer besonderen Platte: Diogenes Philosophus. quam Sap- ienter agit Sophus hic' etc. etc. Suae Excll. Excllmo et Illmo Comiti ac Dno. Dno. Helmardo S. R. J. Comiti de Weissenwolff etc., Dedicat et offert Joannes Thomas. H. 40 Z. 11⁄4 L., Br. 6 Z. 10 L.
Weiße wertet dieses in der Ausführung weniger gelungene Blatt auf 4 Thl.
Ein Mädchen im Fenster: mit dem Lichte, welches sie in die Laterne des Diogenes steckt, halbe Figur nach rechts. Nach G. Dow's Bild in der k. k. Gallerie zu Wien. Mit Dedication an den Kaiser Leopold, und mit 12 Versen, die letzten vier, wie folgt. Sed modo Joannes Thomas Ypcensis et hujus Cultor picturae, sculpsit in aere novo Atque serenitatis Leopoldi vultibus offert Ut favcat placidos sternit et ante pedes, Vienne Austriae 25. Augusto 1661. Dieses Blatt ist etwas unrein im Korn, aber von einer für jene Zeit merkwürdigen Wirkung. H. 10 Z. weniger
Dieselbe Darstellung, im kleineren Formate, und zweifel- haft. H. 6 Z. 3⁄4 L, Br. 5 Z. 2 L.
Gruppe von drei trinkenden Bauern um einen Tisch, der eine mit dem Fusse auf dem Stuhl. Links ist ein bärtiger Greis und ein Knabe mit rundem Hute, rechts sieht man einige Fässer. Oben links: boes pinxit. J. Thomas sc. 1664. Dieses schöne Blatt ist nach Andreas Both gefertigt und äußerst selten. Graf Laborde kannte es nicht. H. 9 Z. 1 L. Br. 12 Z. 5 L.