Satyrn, welche ihn verleiten wollen

Satyrn, welche ihn verleiten wollen, an den sinnlichen Freu- den Theil zu nehmen, welchen sich Weiber und junge Männer ergeben. Auf dem Schilde des links stehenden Hel- den steht: Altro diletto ch' imparar no trova Unten: Te- sta pinx. et sculp. H. 14 Z. 3 L., Br. 19 Z.

G. A. Wolfgang hat dieses Blatt copirt,

  1. Ein junger Mann eilt auf dem Wege der Tugend zum Parnass, während die Eisheit mit ihrer Fackel die Unwis- senheit, den Neid und andere Laster vertreibt. Der Par- nass erhebt sich links. H. 15 Z. mit 7 L. Rand, Br. 21 Z. 2 L.
  1. Mit Dedication an Jean Minard. II. Mit jener an Tommaso Roncadini. G. A. Wolfgang hat dieses Blatt copirt,
  1. Die Akademie der Malerei, grosse Allegorie, durch wel- che der Künstler auf sonderbare Weise den Weg zu be- zeichnen sucht, welchen die Kunstjünger zu durchlaufen haben, um die Theorie mit der Praxis, das Herkommen mit der Intelligenz zu vereinigen. In der Mitte oben steht: Il Liceo della pittura, und unten in einem Rund: Intelligenza et Uso. Links unten auf einer Tafel: La Teorica e per se stessa, rechts: All 1Ill.me e R.mo Sig.re Monsig.re Girolamo Bonvisio etc. Am Steine daneben ist das Zeichen, H. 17 Z. 8 L., Br. 27 Z.

Die Copie von Wolfgang ist von der Gegenseite; der Mann mit den Schlangen rechts.

  1. Der Triumph der Malerei auf dem Parnass . Die Gefeierto sitzt auf dem Wagen und wird von den Musen empfangen, während die Grazien sie bekrönen. Weiber und Männer in ihrem Gefolge drücken die verschiedenen Seelenzustände aus, welche die Malerei auszudrücken im Stande ist. Links un- ten steht: Affectus exprimit, in der Mitte: Arcum meretur, rechts: Parnaso triumphat. Dieses Blatt ist dem Geronimo Bonvisio dedicirt. H. 17 Z. 6 L., Br. 26 Z. 8 L.

  2. Der Frühling auf poetische Weise dargestellt. Im oberen Theil beginnt die Sonne ihren Lauf, und vor ihr zertheilen Flora und Zephir die Wolken, die Gewitter und den Ha- gel. Unten erscheint Amor den Sterblichen mit neuen Flam- men, während Nymphen Blumen sammeln. Rechts vorn gähnt ein Mann vor Langeweile. H. 18 Z., Br. 26 Z.

Auf der gegenseitigen Copie hält Amor die Fackel in der Rechten.

  1. Der Sommer, auf ähnliche Weise dargestellt. Rechts vorn erscheint Cybele auf der ausgedorrten Erde, und ist nicht mehr im Stande ihre Kinder zu ernähren. Die Flutsgötter und die Nyaden liegen mit ihren leeren Urnen auf dem Boden und flehen zur Juno um Regen. Links steht Ceres und bestimmt der Malerei ihre Gaben, wogegen sich die Unwissenheit sträubt. In der Mitte unten steht: Al Sigr., Giovanni della Bornia Pietro Testa. — Sfiorita la primauera etc. H. 18 Z., Br. 26 Z.

I. Ohne obige Schrift, der Raum für dieselbe weiss, II. Mit der Schrift. G. A. Wolfgang hat dieses Blatt copirt,

  1. Der Herbst, oder die Rückkehr des Bacchus aus Indien. Silen, Faune und Satyren und Bacchantinnen begleiten ihn.

Die mit der Feder und in Tusch ausgeführte Zeichnung besass R. Weigel. Kunstkatalog, Nr. 1072.

Die Copie von Wolfgang ist von der Gegenseite; der Zug geht nach links,

  1. Der Winter oder Allegorie auf die Nacht. Die Sonne senkt sich links ins Meer und der Mond nimmt seine Stelle ein. Die Gottheiten der Regenwolken trinken mit Eifer das Wasser der Flüsse, und zwei Männer wärmen sich am Feuer. Rechts entreisst sich die Tugend mit Hülfe der Zeit den Hän- den des Neides, um die Krone der Unsterblichkeit zu win- den. Rechts unten: Petrus Testa Pinxit et sculpsit 1051.

G. A. Wolfgang hat dieses Blatt von der Gegenseite co- pirt, die Sonne rechts.

Anhang.

  1. Eine heilige Familie in halben Figuren. Die heil. Jungfrau ist links, und betet mit gefalteten Händen das Jesuskind an, welches auf einem Kissen sitzt und von Engeln umge- ben ist. Rechts steht Joseph, und oben in der Mitte er- scheint in einer Glorie der heil. Geist. Zwei Engel halten das Kreuz. Ohne Namen und Zeichen. Dieses Blatt er- wähnt Brulliot im B. v. Aretin'schen Cataloge, H. 6 Z., Br. 5 Z.

  2. Die Anbetung der Könige. Eine solche Darstellung wird im Cataloge der Sammlung des Kunsthändlers F. Stöckel (Wien, Artaria 1838) als ein dem Bartsch unbekanntes Blatt ge- nannt, aber nicht näher beschrieben.

  3. Der heil. Petrus aus dem Gefängnisse befreit, rechts unten bezeichnet: Pietro Testa Inv. et fece. Oben rund. H. 11 Z. 6 L., Br. 7 Z. 6 L.

Dieses Blatt trägt mit Unrecht den Namen Testa's, wor- auf schon Bartsch a. c. 220 aufmerksam macht. Er glaubt, dass sich der unbekannte, mittelmässige Stecher einer Zeich- nung Testa's bedient habe. Doch auch dieses scheint nicht der Fall zu seyn, denn es finden sich spätere Abdrücke, welche unten rechts, wie folgt bezeichnet sind: Hieronimus Pedrignanus inventor et F., links: Giacomo Rossi exc.

  1. Der Raub der Proserpina, P. Testa inv. et fecit. Eine sol- che Darstellung wird im Cataloge der Sammlung des Gra- fen Renesse-Breidbach als Arbeit Testa's angegeben, wovon Bartsch keine Kunde habe, ist aber von G. C. Testa

  2. Kleine Landschaft mit einem Wald. Höchst seltenes Blatt, welches im Cataloge des Grafen Renesse-Breidbach als eine dem Bartsch unbekannte Radirung Testa's erklärt wird.