SUPPA, Andrea, Maler, wurde 1628 zu Messina geboren und von B. Triconi in den Anfangsgründen der Kunst unterrichtet, bis er unter Leitung des Abraham Casembrot Architektur und Per- spektive studierte. Anfangs malte er meistens in Gouache , dann in Öl und den meisten Ruhm erwarb er sich durch seine Werke in Fresco, welche bis auf unsere Tage ihre Frische bewahrt haben. Lanzi nennt ihn nur einen unbedeutenden Bildnismaler, in den Memorie de' pittori Messinesi. Messina 1821, p. 251 werden wir aber eines Besseren belehrt, und da gilt Suppa als einer der vor- züglichsten sizilianischen Maler des 17. Jahrhunderts. Der Ver- fasser sagt, er sei in allen drei Manieren ausgezeichnet, besonders in Fresco. In Wasserfarben hat sich aber nur ein einziges Bild von ihm erhalten, und zwar in der Sacristei del Purgatorio, wo das Bild des Fegefeuers mit der Madonna und dem Kinde sein Werk ist. In S. Agostino sieht man ein Bild in Öl , welches S. Cono vorstellt, wie er einer Schaar von Bettlern Almosen reicht. Dies ist eines der schönsten Werke des Meisters, von grosser Mannigfaltigkeit der Köpfe und trefflich in der Zeichnung. Es ist bezeichnet: Suppa Fac. In der Capelle dell'Annunziata bei den Theatinern ist ein schönes Bild der Himmelfahrt Maria. In S. Francesco sind zwei Gemälde, welche die Communion des hl. Bonaventura und die Marter der hl. Ursula mit ihren Gefährtinnen darstellen, aber durch Feuchtigkeit gelitten haben. Die Kirche S. Gio. Decollato bewahrt ein Bild des hl. Karl, welches durch un- geschickte Restauration verdorben wurde. Im Kloster S. Paolo malte er um das Kreuz trauernde Engel, und bei den Theresianer- Nonnen die betende Ordensheilige, lauter schöne Bilder in Öl.
In der Capelle S. Gregorio Taumaturgo sind mehrere wohl erhaltene Frescobilder aus dem Leben des hl. Gregor, und oben die Dreieinigkeit in meisterhafter Verkürzung, welche den Be- schauer zum Staunen hinreißt. Eine »Opera incomparabile nella finitura« nennt der Verfasser der genannten Memorie das von Suppa gezierte Gewölbe der Kirche S. Paolo delle monache, an welchem «der Künstler die Thaten des Apostels der Völker dar- stellte. In S. Francesco de' Mercanti stellte er in 14 Bildern das
Suppan starb 1671 aus Kummer über die misslungene Restau- ration des grossen Bildes der Erweckung des Lazarus von Carra- vaggio bei den PP. Crociferi zu Messina.
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