Sundin, Pehr

Sundin, Pehr, einer der grössten Kirchenmaler Schwedens, gebür- tig von Orrviken im Jemtlandschen Pastorat Sunne. Dieser durch ganz Schweden berühmte Maler, ein schlichter Bauersmann, darf dem sogenannten Bauernmaler Hörberg an die Seite gesetzt wer- den. Schon sein Vater war Maler, hat auch einige Kirchen mit Gemälden geschmückt, brachte es aber nicht gar weit mit der Kunst. Ein grösseres Verdienst erwarb der Alte sich dadurch, dass er in dem Sohne die Neigung zur Malerei weckte und nährte, wiewohl der Sohn, was er geworden ist, meistens durch sich selber ward. Pehr Sundin malte anfangs Gebüsche und Vögel, machte dann Versuche im Figurenmalen, und lieferte bald treffliche Copien bib- lischer Gemälde nach Kupferstichen, mit denen er viele vaterlän- dische Kirchen, besonders Jemtlands und Herjedalens schmückte. Als eine seiner vorzüglichsten Arbeiten wird die Abnahme Christi vom Kreuze, in der Jemtlandschen Kirche Rödön, genannt. Erst in späteren Jahren kam er nach Stockholm , wohnte, freilich nur 16 Stunden, dem Unterrichte in der Akademie der Künste bei, und gewann eine Preismedaille. Er ist zugleich ein tüchtiger Baumeister und überhaupt geschickt in allerlei Künsten und Handarbeiten.

Sundin war noch thätig, damals als Mann im vorgerück- ten Alter. Im Kunstblatt desselben Jahres gibt Dr. Schubert Nach- richt über ihn, und fügt bei, dass auch sein Sohn Göran (geb. 1802) der Kunst sich gewidmet habe. Dieser junge Sundin erwarb sich um 1822 durch seine gelungenen Zeichnungen die Unterstüt- zung des Königs von Schweden. Seine späteren Leistungen sind uns unbekannt.

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