Sulzer, David

Sulzer, David, Maler, geb. zu Winterthur 1784, genoss daselbst den ersten Unterricht, bildete sich dann in Zürich und Bern wei- ter aus, und begab sich 1803 nach Paris , um unter David sein Heil zu versuchen. Dieser berühmte Meister nahm ihn freundlich auf, da Sulzer schon schätzbare Arbeiten mitbrachte, worunter ein Paar Bildnisse und eine Copie nach van Dyck (Madonna mit dem Kinde) nicht unbeachtet blieben. Sulzer übte sich unter David im Zeichnen, und copirte auch etliche Bilder im französischen Museum, wie den Erzengel Michel nach Rafael, Titians Geliebte, nach dem Bilde dieses Meisters, und einige andere berühmte Mal- werke, besonders im Portraitfache. Er gründete als Bildnismaler

Ruf. Seine Werke dieser Art zeichnen sich durch strenge Charak- teristik, durch Lebendigkeit der Darstellung und durch Wahrheit der Färbung aus. In den nackten Theilen sind sie besonders schön, in einer dem Titian verwandten Weise fleissig und meister- haft behandelt. Sulzer gehört unstreitig zu den ersten Bildnismal- lern der deutschen Schweiz. Auch im Genre leistete er Löbliches. In der Sammlung des Decan Veith war bis 1835 das Portrait dieses Künstlers, sitzend im Sessel mit der Reißfeder in der Hand, leben- dig aufgefasst, aber etwas schwarz im Ton.

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