Suger oder Sugger, Abt von St. Denis bei Paris

Suger oder Sugger, Abt von St. Denis bei Paris , wird für einen der tüchtigsten Architekten des 12. Jahrhunderts gehalten. Zwar es ist auch kaum zu läugnen, dass er die Kunst selbst geübt habe, da in frühen Jahrhunderten die Klöster viele Künstler zählten. Suger baute die Kirche seines Klosters neu auf, über der alten Crypta von 662. Die Kirche erhielt eine Länge von 335 F, und das Mittelschiff eine Breite von 30 F. Seiner Anlage nach gehört das Gebäude zur Gattung der gewölbten Basiliken, und da vollendet wurde, so konnten nichts weniger als die gotischen Elemente im alten Baue herrschen, wie der Verfasser des Almanach aus Rom von 1811 glauben machen will. Das Gewölbe dieser Kirche ist überall von gleicher Höhe und von schlanke, reich verzierten Säulen getragen. Nach Felibien, Hist. de l'Abbaye de St. Denis, vollendete Suger sein Werk in zehn Jahren. Drei Jahre und sein Übersetzer Millin (Les Beaux-Arts en Angleterre — — publ. et aug. des notes, Paris 1807 — 8) lassen aber in drei Jahren und drei Monaten diese reichverzierte Kirche entstehen. Dies vermutlich nur vom Frontispice zu verstehen ist. Suger hinter liess auch eine Beschreibung der Einweihung der Kirche, welche bei Felibien und Millin abgedruckt ist: Sugerii libellus de consecratione ecclesiae a se aedificatae et translatione corporum sanctorum Diosysii et Sociorum ejus. In einem handschriftlichen Werke über die Disciplin der Mönche erzählt der Abt, dass er seine Glasfenster aus kostbaren Substanzen mit den Farben der Saphire, Amethyste u. s. w. Fenster habe machen lassen. Ferner beauf- tragte er Künstler aus fernen Landen, um Glasscheiben mit Malereien

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