Stry, Jakob van, Landschaftsmaler , geb. zu Dortrecht 1750, war der Sohn eines Anstreichers und Zieratmalers, und sollte eben- falls in dessen Fussstapfen treten, als er in Antwerpen durch den Maler Andreas Lens sen, einer höheren Anweisung sich erfreuen dürfte. Jetzt besuchte er die Akademie, zeichnete auch mit Blei- stift nach der Natur, und gelangte zuletzt zum Ruf eines der vor- züglichsten Landschafters der niederländischen Schule. Sein Vorbild war A. Cuyp, welchen er so genau nachahmte, dass Stry's Copie für Original genommen wurden. Auch Bilder anderer Meister, copirte er trefflich, namentlich solche des M. Hobbema. Seine eigenen Werke bestehen in reizenden Ansichten mit Bäumen, und in fetten Tritten mit Vieh, über welche sich die Sonne in volles Glanze verbreitet, oder durch das Laubwerk der Bäume magisch Spiel treibt. Diese Bilder sind mit grosser Naturwahrheit darge- stellt, in frischer harmonischer Färbung. Auch mehrere Winter- landschaften finden sich von ihm, die eben so schön und wahr- scheinlich behandelt sind. In der 1816 zerstreuten Sammlung des Hrn. F van den Santheuvel waren mehrere schöne Gemälde von Stry, die zu 400 — 600 Gulden weggingen. Eine in Saftfarben ausgeführte Zeichnung der Sammlung von Koops wurde mit 210 Gulden be- zahlt. Es ist dies eine Landschaft mit einem Flusse, auf welchem Fahrzeuge erscheinen. Vier liegende Rinder, eine stehende Kuh, und der Hirte mit Weib und Kind bilden die Staffage. Die Werke dieses Künstlers sind ziemlich zahlreich, obwohl er von körperlichen Leiden heingesucht war. Seine durch die Gicht verzogenen Händen schienen ihm den Dienst versagen zu wollen. Er wusste aber den Pinsel auch in ungewohnter Weise zu treiben.
Er hinterliess auch einen Sohn, der sich der Kunst des Vaters widmete;
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