Strixner, Johann Nepomuck, Lithograph, wurde 1782 zu Alten- Oetting geboren, kam aber dann nach Wasserburg, wo sein Va- ter das Amt eines Stadtphysikus übernahm. Hier ertheilte ihm der Bildhauer Eichhorn Unterricht im Zeichnen, war aber selbst nur ein gewöhnlicher Praktiker, und konnte daher seinem Zög- Jling nur Vorlagen geben, welche dieser mit grosser Genauigkeit nachzeichnete. Im Jahre 1797 begab er sich nach München, um unter Professor Mitterer seine weitere Ausbildung zu verfolgen, und der Erfolg war so glücklich, dass Strixner noch in demsel- ben Jahre als Zeichner an der churfürstlichen Gallerie angestellt wurde, da es ihm wie wenigen damaligen Künstlern gelang, bei genauer Formengebung den Charakter des Urbildes zu erfassen, und in einer gefälligen Manier selbes nachzubilden. Doch wollte er nicht als Zeichner allein seine Kräfte üben, er fand auch Nei- gung zur Kupferstecherkunst, worin ihm 1790 der Vicedirektor Jakob Dorner Anleitung gab, bis sich Direktor Ch. v. Mannlich seiner annahm, dem er seine weitere Ausbildung verdankte. Die ersten Arbeiten, welche ihm dieser übertrug, war der Stich eines Zeichnungswerkes, dessen Vorlageblätter Mannlich in Rom nach Werken von Rafael gezeichnet hatte. Die Zahl derselben beläuft sich auf zwanzig, wovon 18 Blätter Contouren, zwei andere ausgeführte Köpfe enthalten. Dieses Werk erschien unter dem Titel: Zeich- nungsbuch für Zöglinge der Kunst und für Liebhaber, aus Ra- fael's Werken gezogen. München bei Zängl , fol.
Jetzt trat die Zeit ein, in welcher die Lithographie über ge- wöhnliche mechanische Arbeiten hinausging und zur Darstellung eigentlicher Kunstarbeiten sich berufen fühlte. Zu diesem Zwecke verband sich Freiherr von Aretin, der damalige Direktor der k.,
Hofbibliothek, mit Alois Senefelder, und beschloss mit bedeuten-
Ch. von Mannlich suchte der Lithographie eine reichere Seite abzugewinnen, und beschloss 1815 die Herausgabe der vorzüglich
lichen Gemälde der Gallerie zu München und Schleissheim. Strix. ner, Pilotı, Auer, J. Dorner, Moll; Dahmen, Dom, und Lorenz Quaglio, C. Zimmermann, v. Heydeck gingen an die Arbeit, und lieferten Blätter, welche das Staunen der damaligen Kunstwelt er- regten. Flachenecker (mit 37 Blätter), die beiden Winterhalter, J. A. Sedelmayer, Fechner, Ernst Meyer, Joh. Ant. Mayer, A. Richter, Borum, Hohe, Bodmer, Steingrübel folgten nach, und so wuchs dieses alte Galleriewerk bis 1830 in 50 Heften auf 200 Blätter heran, womit die Subscription geschlossen war. Später fügte die Cotta'sche Handlung noch einen Anhang von 50 Blättern bei. Verschieden von diesem Werke ist die k. Pinakothek, bei deren Herausgabe viele Platten neu gezeichnet wurden. Dieses Prachtwerk erschien ebenfalls im Cotta'schen Institute, und als Zeichner sind Strixner, Piloti, Selb, Flachenecker und Hohe zu nennen.
Am alten Galleriewerke nahm Strixner bis zum 26. Hefte Theil, und übertraf in seinen Blättern Alles, was bis dahin in diesem Fache geleistet wurde. Wir sehen bald die Federzeich- nung mit der Kreidemanier in glücklicher Verbindung, bald die Anwendung der Ton- und Lichtplatten in schönster Wirkung. Dazu trug die vollkommenere Behandlung der Lichtplatte bei, durch welche die Lichter nicht mehr wie früher in gleicher Stärke, sondern nach Erforderniss in Abstufung und selbst in einem leich- ten durchsichtigen Ton wie lasirt erscheinen, wodurch die Wir- kung des Helldunkels noch mehr hervorgehoben wird. Dann ge- wahrte jetzt die Lithographie auch den neuen Vortheil der Ueber- arbeitung aller durch das Aetzen etwa schwächer gewordenen Stellen, wodurch die Kreidezeichnungsmanier unendlich gewann.
Im Jahre 1820 folgte Strixner einer Einladung des Dr. Boisserée nach Stuttgart, dessen Kunstschätze aus der alten ober- und nieder- teutschen Schule ihn entzückt hatten. Er konnte dem Wunsche nicht widerstehen, dieselben zu zeichnen und lithographiren zu dür- fen, und verliess daher ohne Rücksicht auf das sichere Einkom- men bei der Herausgabe des Münchner Galleriewerkes seine frü- here Stellung zur Gesellschaft. Er kam mit einem Zeichner und mit zwei Druckern nach Stuttgart, wo ihm die Herren Boisserée und Bertram ein Lokale einräumten, so dass er ungesäumt ans Werk gehen konnte. Das erste Blatt stellt die heil. Veronica aus der Schule des Meisters Wilhelm dar, und erregte die höchste Theilnahme, da zu jener Zeit in Stuttgart die Lithographie noch zu keiner hohen Stufe gelangt war. Die Neuheit dieses Institutes, und die hohe Achtung, in welcher die Besitzer der Gallerie stan- den, zog bald die Aufmerksamkeit der höchsten Stände auf das- selbe. Der König und die ganze k. Familie, die Minister, alle Kunstkenner besuchten das Atelier Strixner's, und beeilten sich ihm ihr Wohlwollen zu bezeugen. Der König liess auch sein Bildniss durch ihn zeichnen, und beehrte dafür den Künstler mit einer mit Brillanten verzierten Dose. Die Blätter des Galleriewer- kes fanden ebenfalls allgemeine Theilnahme, und die originelle Behandlung, sowie die Eleganz, mit welcher das ganze Werk ausgestattet war, machte die Abnahme so gross, dass die Herren Boisseree nach der dritten Lieferung eine Erhöhung des Subscrip- tionspreises eintreten lassen mussten, aber ohne dadurch die An- zahl der Subskribenten zu vermindern zu können. Keines der frühe- ren Werke dieser Art hatte sich einer solchen Theilnahme zu er- freuen, und noch immer steht es in hohem Werthe. Die Manier, in welcher diese Blätter behandelt sind, eignet sich besonders für die Nachbildung altdeutscher Malwerke. Wenn Strixner schon bei
Vagler's Künstler- Lex. Bd. XVII. 31
den früheren Werken in München durch die Anwendung der Ton- und Lichtplatten interessante Erscheinungen hervorbrachte, so hatte er durch die Nachbildung der Boisserce'schen Gemäldesammlung jenes malerische Verfahren auf einen Höhepunkt gebracht, der alle frühere Anwendung desselben weit hinter sich lässt. Beim Münchner Galleriewerke wird vom 26. Hefte an die Anwendung der Ton- und Lichtplatte immer seltener, und verschwindet am Ende ganz, da die Lithographie im weiteren Verfolge die Mittel entdeckte, auch ohne diese Platten die beabsichtigte Wirkung zu erreichen, wenn auch nicht gerade in einer so eigenthümlichen Weise. Auch im Drucke machte Strixner noch bedeutende Verbesserungen, da er auf Kosten des Instituts nach Paris sich begab, wo er 1824 bereitwillige Mittheilung der errungenen Vortheile fand. Be- kannt mit der Druckart der Pariser Lithographie kehrte er nach einigen Monaten nach Stuttgart zurück, wo jetzt die Nachbildung der Boisserce'schen Gemälde einen geregelten Gang nahm. Viele Blätter nach jenen Gemälden tragen den Namen Strixner's, aber nur wenige sind von ihm allein ausgeführt. Er hatte mehrere ge- schickte Gehülfen um sich, deren Leistungen in jenen des Meisters aufgingen. Die Anordnung nahm ihm viel Zeit weg, und beson- dere Genauigkeit erforderte der Druck, da öfter drei bis vier Plat- ten zu einem Bilde nöthig waren. Eine Anzahl von Abdrücken nach den schönsten Bildern wurden von Strixner in einer von ihm erfundenen eigenthümlichen Art in Gouache ausgemalt, die dadurch ein glänzendes Ansehen erhielten, und zur Zimmerdekoration ver- wendet wurden. In dieser Weise malte der Künstler auch andere Blätter aus, die das Ansehen von Oelbildern haben.
Nachdem König Ludwig von Bayern die Sammlung der Ge- brüder Boisserde an sich gebracht hatte, kam Strixner mit den Instituten wieder nach München, wo er fortfuhr, dem Werke die höchst mögliche Vollendung zu geben, und die Zahl der Sub- scribenten nahm bis zum Ende zu. Dieses erreichte es 1856. Da Ganze belief sich auf 38 Lieferungen mit 116 Blättern zu 1800.
Nach Vollendung des Boisserce'schen Galleriewerkes bethei- ligte sich Strixner bei der Herausgabe der Pinakothek in Mün- chen, die in der Cotta'schen Anstalt erschien, wie wir schon oben bemerkt haben. Nebenbei malte der Künstler auch Lithographien aus, und noch gegenwärtig ist diess seine Hauptbeschäftigung, und fast sein ganzer Erwerb. Senefelder und Strixner hatten es viel zu forschen und viel zu arbeiten, und am Ende hatten sie nur einer schönen Kunst gelebt, aus welcher viele andere Tausende eroberten. Ihnen blieb nichts. Ob mit oder ohne Ver- schulden, bleibt hier unberührt. Sapienti sat. Sein von Zöllner 1829 in Stuttgart gezeichnetes Bildniss ist in der Portraitsammlung des Professors Vogel von Vogelstein zu Dresden, lithographirt kennen- leh wir keines.
Das Bildniss des Königs von Württemberg, in ganzer Figur nach J. v. Schnitzer, fol.
Jenes der Königin Pauline von Württemberg, gr. fol.
König Maximilian von Bayern, nach Stieler, fol.
Die Königin Caroline von Bayern, nach demselben, fol.
Ludwig Carl August, Kronprinz von Bayern, Brustbild nach J. Stieler, von drei Platten, fol.
Kaiser Maximilian I. mit Krone und Scepter, im Grunze die Martinswand, nach Jak. Walch 1828. Boisserde'sche Samml. gr. fol.
Carl von Bourbon, Cardinal-Erzbischof von Lyon, nach J. van Eyck, Boiss. Samml. fol.
Johann Friedrich I. von Sachsen, Brustbild eines Knaben, nach L. Cranach's Bild der Sammlung des Domherrn Speth in München 1820, fol.
Albrecht Dürer mit langen Haaren und mit Bart, das be- rühmte Bild in der Gallerie zu München, in Federzeich- nungsmanier, zu dessen christlich - mythologischen Hand- zeichnungen, kl. fol.
Dasselbe Bildniss in Kreidemanier, kl. fol.
Hans Dürer, der Vater Albrecht's. Münchner Galleriewerk, fol.
Dr. M. Luther, nach L. Cranach's Bild in der Pinakothek zu München, kl. fol.
Philipp Melanchthon, nach Cranach, das Gegenstück,
Franz Berneris, nach dessen Bild der Pinakothek zu Mün- chen, kl. fol.
Männliche Büste mit einem Briefe in der Hand, nach Jakob Walch. Boiss. Samml. gr. fol.
Portrait einer Frau, nach A. Crabeth (Monogrammist A. C, 1577), fol.
Büste einer jungen reichgekleideten Fürstin, nach L. Cra- nach 1825. Boiss. Samml. fol.
Gott Vater auf dem Throne mit der päbstlichen Tiara auf dem Haupte, und im reichen Mantel mit dem Scepter. Nach J. van Eyck's Gemälde aus der Boisserée'schen Sammlung, hoch fol.
Die heil. Jungfrau mit dem Buche sitzend, nach demselben, hoch fol.
St. Johannes mit dem Evangelium, das Gegenstück zum obigen Blatte, und beide als Seitenstücke zum Gott Vater zu betrachten,
Diese prächtigen, mit mehreren Platten gedruckten Blätter machen einen Bestandtheil des Boisserée'schen Galleriewer- kes aus, und dann lithographirte der Künstler diese Bilder zum zweitenmale auf eigene Rechnung. Strixner hatte mehrere Exemplare nach seiner Methode in Gouache aus- gemalt.
- Die Verkündigung Maria, nach J. van Eyck's berühmtem Gemälde der Boisserée'schen Sammlung, jetzt in München,
- Boisserée'sche Sammlung, s. gr. roy. fol.
Die heil. Jungfrau bringt das Kind in den Tempel, schöne Composition von J. van Eyck. Boiss. Samml. s. gr. fol.
Der Evangelist Lukas die Madonna malend, schöne Com- position von J. van Eyck, mit reicher Architektur, lith, von Strixner und Bergmann, s. gr. fol.
Die Büste Christi, nach Hans Hemlings berühmtem Bilde aus der Boisserée'schen Sammlung, 1825. Boiss. Samml. gr. fol.
Brustbild des leidenden Heilandes, nach Hemling. Münch- ner Galleriewerk, fol.
Die Geburt Christi, links vorn St. Joseph mit dem Leuchter, nach Hans Hemling 1823. Boiss. Samml. gr. fol.
Christus mit der Siegesfahne unter einer gothischen Arkade, nach H. Hemling 1820. Boiss. Samml. s. gr. fol.
Die Ausgießung des heil. Geistes, nach H. Hemling 1828 Boiss. Samml. gr. fol.
St. Johannes der Täufer mit dem Lämme auf dem Buche in einer felsigen Landschaft stehend, nach H. Hemling, lith. von Strixner und Bergmann 1828. Boiss. Samml. s. gr. fol.
St. Christoph mit dem Jesuskinde durch den Fluss gehend, nach Hemling 1821. Boiss. Samml. gr. roy. fol.
Die Beschneidung des Jesuskindes, nach L. van Leyden. Das erste Blatt des Münchner Galleriewerkes, fol.
Die heil. Jungfrau mit dem Kinde in einer gothischen Ni- sche, nach H. van der Goes 1821. Boiss. Samml. s. gr. fol.
Der Tod der heil. Jungfrau, nach J. Schoreel's berühmtem Bilde aus der Boisseré'schen Sammlung, von Strixner und Bergmann lith. 1827. Boiss. Samml. gr. roy. qu. fol.
Die heil. Barbara, halbe Figur in einer Landschaft, nach Schoreel. Boiss. Samml. gr. fol.
Die Magdalena mit der Büchse, halbe Figur nach Schoreel. Münchner Galleriewerk, fol.
Die Maria mit erhobener Hand, oben eine Engelsglorie, nach J. von Calcar, Boiss. Samml. s. gr. fol.
Maria mit dem Kinde und die heil. Anna im Zelte, nach einem Bilde aus Calcar's Schule, 1827. Boiss. Samml. qu. fol.
Ein kniender Chorherr mit dem Erzengel Michael, nach Joh. Mabuse 1821. Boiss. Samml. gr. roy. fol.
Der heil. Mauritius mit der Fahne, nach M. Hemskerk 1820. Boiss. Samml. gr. roy. fol.
Die heil. Barbara mit der Palme, nach M. Coxie. Boiss. Samml. gr. fol.
Eine Heilige in reicher Kleidung im Buche lesend, nach demselben. Boiss. Samml. gr. fol.
Die Kreuzabnehmung, wie die Freunde den Leichnam be- weinen, schöne Composition von B. de Bruyn 1820. Boiss. Samml. gr. roy. fol.
St. Johann Evangelist stehend mit dem Kelche, nach B. de Bruyn 1825. Boiss. Samml. gr. fol.
St. Catharina mit dem Schwerte, nach demselben, 1825. Boiss. Samml. gr. fol.
Ein Heiliger mit Keulen erschlagen, nach B. de Bruyn 1828. Boiss. Samml. fol.
Ein heiliger Bischof mit St. Stephan, nach B. de Bruyn 1825. schmal gr. fol.
Ein vornehmer Chorherr kniend mit seinem Schutzpatron, nach demselben, 1823. Boiss. Samml. schmal. gr. fol.
Ein Rathsherr mit dem Buche, wie der Tod auf ihn lauert, nach B. de Bruyn 1825. Boiss. Samml. gr. fol.
Die Beschneidung Christi, nach G. Messis, Boiss. Samml. gr. roy. qu. fol.
Brustbild der Maria, nach M. Schön. Münchner Gallerie- werk, 4.
Die heil. Familie in einem Zimmer, nach M. Schön's Ge- mälde der Boisseré'schen Sammlung, jetzt in München, gr. fol.
Christus erscheint nach der Auferstehung der heil. Magda- lena, nach dem Bilde eines alten Meisters aus der Boiss. Samml. 1824, gr. fol.
Die Verkündigung der Maria, nach einem Bilde aus der Schule des Wilhelm von Cöln, für die Boisseré'sche Samm- lung lithographirt 1821, 8. gr. fol.
Die Krönung der Maria, nach einem alt.cölnischen Mei- ster, aus der Boisseree'schen Sammlung, 1821, s. gr. fol.
Die heil. Veronika mit dem Schweisstuche, nach einem alt- cölnischen Meister aus derselben Sammlung, s. gr. fol.
Die Heiligen Antonius, Magdalena und Bischof Conrad, ste- hend auf dunklem Grunde. Nach Wilhelm von Cöln 1823. Boiss. Samml. s. gr. fol.
Die Heiligen Catharina, Hubertus und Georg stehend, nach W. von Cöln. Boiss. Samml. s. gr. fol.
St. Benedikt und St. Philippus mit zwei Aposteln, stehend in Nischen auf goldgelbem Grunde, Nach Wilh. von Cöln
- Boiss. Samml. s. gr. fol.
St. Matthäus und St. Jakobus, wie die obigen behandelt, und nach Meister Wilhelm 1833. Boiss. Samml. s. gr. fol.
St. Bernhardus und St. Mathias, nach demselben, und wie die obigen behandelt, 1822. Boiss. Samml. s. gr. fol.
St. Bartholomäus und St. Paulus, nach Wilh. von Cöln, für die Boiss. Samml. ausgeführt 1822, s. gr. fol.
Die heil. Agnes stehend mit dem Lamme, nach Joh. von Melem 1822. Boiss. Samml. s. gr. fol.
Der heil. Heinrich stehend mit einem Gebäude, nach Joh. v. Melem 1822, Boiss. Samml. s. gr. fol.
Die heil. Helena stehend mit dem Kreuz, nach J. v. Melem,
- Boiss. Samml. gr. fol.
Die Communion der heil. Jungfrau, reiche Composition von Martin Schaffner (nicht M. Schön) mit dem Monogramm und 1499. N. Strixner lith. 1812. s. gr. fol.
Die Vermählung der heil. Jungfrau, reiche Composition von J. van Meckenen 1822. Boiss. Samml. s. gr. roy. fol.
Die Kreuztragung, reiche Composition von J. v. Meckenen, Boiss. Samml. gr. roy. fol.
Die 12 Apostel, stehende Figuren in gothischen Arkaden, in 4 Blättern, je drei auf einem, nach J. van Meckenen. Boiss. Samml. s. gr. fol.
Der Evangelist Johannes seine fünf Schüler unterrichtend, sehr schöne Composition von J. van Meckenen, für das Bois- seree'sche Werk lithographirt, 1824, s. gr. fol.
St. Anton den Dämon zertretend, in gothischer Nische, nach J. v. Meckenen 1822, s. gr. fol.
St. Jakob mit dem Schwerte als Pilger in einer Nische, nach J. v. Meckenen 1822, Boiss. Samml. s. gr. fol.
Das Begräbniss Christi, oder der Leichnam Christi von den Seinen beweint, reiche Composition von A. Dürer, für das Boisserge'sche Werk von Strixner und Bergmann lithogra- phirt 1828, s. gr. roy. fol.
St. Joseph und Joachim stehend auf hellem Grunde, nach A. Dürer 1824. Boiss. Samml. gr. fol.
St. Simon und der heil. Bischof Lazarus stehend, nach Dü- rer. Boiss. Samml. gr. fol.
Der leidende Heiland mit der Dornenkrone, Brustbild nach Dürer: Ecee homo, Von zwei Platten 1812, fol.
Die Apostel Paulus und Markus, Johannes und Petrus, je zwei auf einem Blatte, 1812 für die Oeuvres lithographiques
ausgeführt. Die Originalbilder von Dürer sind in der Pinakothek zu München, gr. fol.
Christus und die Ehebrecherin, nach L. Cranach 1810. Münch- ner Galleriewerk, gr. qu. fol.
Die hl. Elisabeth, nach Holbein. Münchner Galleriewerk,
hoch fol.
- Maria, welche dem Johannes das schlafende Kind zeigt,
nach Rafael 1819. Münchner Galleriewerk, fol.
- Glaube, Liebe und Hoffnung, nach Rafael's Rundbildern in |
Vatikan, qu. fol.
- Der hl. Johannes in einer Landschaft, nach Hemling's be-
rühmtem Bilde in der Pinakothek zu München, von Strix- ner und Schöninger für die Cotta'sche Pinakothek lithogra- phirt 1836. Mit Ton, schmal roy. fol.
- Die hl. Frauen am Grabe, nach E. v. Freyberg, geb. Stuntz,
Für das herz, Leuchtenbergische Galleriewerk, gr. qu. fol.
- Die Madonna mit zwei Heiligen, nach einer Zeichnung von |
S. Klotz, für die Sammlung von Original-Handzeichnungen bayerischer Künstler. München bei Zeller, gr. qu. fol. 86) Die Kreuzigung Christi, nach A. Altorfer, eines der früheren
Blätter des Meisters, fol.
Maria mit dem liegenden Kinde, welches einen Rosenkranz hält, nach P. Perugino 1813. Gallerie in München, gr. fol. —
Die Madonna stehend über dem vor ihr auf der Erde lie- genden Kinde. Rechts Johannes, links St. Nikolaus. Nach Perugino. Münchner Galleriewerk, gr. fol.
Maria in einer Landschaft, wie sich die beiden Kinder um- armen, nach einem schönen Bilde von Correggio in der Sammlung des Sir John Murray in England, gr. roy. fol.
Christus am Oelberge, nach Lanfranco. Münchner Gallerie-
werk, roy. fol.
- Maria mit dem Kinde, welches dem Johannes eine Blume
reicht, nach Luini 1820. Münchner Galleriewerk, fol. 92) St. Catharina, nach Luini. Münchner Galleriewerk, fol.
- Der Tod der Maria, nach Saraceno. Münchner Gallerie |
werk, fol.
- Die hl. Familie nach Fra Bartolomeo, halbe Figuren. Münch-
ner Galleriewerk, fol.
Egmont im Gespräche mit Clärchen, nach H. Näcke, fol.
Faust folgt Gretchen aus der Kirche, nach demselben, fol.
Der Dorfchirurg, nach A. Brouwer, Münchner Gallerie |
werk, fol.
Der Geiger, nach Brouwer, Münchner Galleriewerk, fol.
Kinder vor der Thüre einer alten Frau mit dem Lichte, nach A. v. d. Werff. Münchner Galleriewerk, fol.
Die Austernesserin, nach Mieris 1818, fol.
Die Frau mit dem Papagey, nach demselben, fol.
Eine Frau in Ohnmacht, wie der Doctor das Glas besieht,
nach Mieris. Alle aus dem Münchner Galleriewerk, fol.
- Albrecht Dürer's Randzeichnungen eines lateinischen Gebet- buches, welches zum Gebrauche des Kaisers Maximilian von | dem Augsburger Hans Schönsperger 1514 gedruckt wurde. Dieses Buch ist äusserst selten. Das Exemplar mit den |
Randzeichnungen von Dürer, und dann mit weiteren 8 Zeichnungen von Cranach ist Eigenthum der k. Hof- und
Staats-Bibliothek zu München. Der Druck war nie voll-
dritten Blatte beginnt der Text. Die Schlussschrift des letz-
ten Blattes lautet: Johannes Schönsperger Cavis Augustanus
3mprinting | bat. Anno Salutis, | MDXI., I Kalendae
anuari,
Die genannten Federzeichnungen liess der damalige Bib-
liothekar Freiherr von Aretin in München durch Strixner
auf Stein copiren, und gab sie ohne die spätere Polyglotte
des Vater Unsers heraus, unter dem Titel:
Albert Dürer's Christlich-Mythologische
Handzeichnungen. München 1808, fol.
Die Handzeichnungen erschienen in 7 Heften mit 43 far-
big gedruckten Blättern, welche in höchst seltenen Probe-
drücken ohne Aufschrift sind, und dann Aufschriften aus
dem gedruckten Buche erhielten. Der Zeichner nennt sich
auf allen Blättern. B. v. Aretin fügte auch eine Vorrede
und ein Inhaltsverzeichniss hinzu, und voran steht das von
Strixner mit der Feder gezeichnete Bildniss Dürer's. Ein
zweites dazu gehöriges Bildniss Dürer's ist in Kreidemanier
ausgeführt, findet sich aber zuweilen nicht.
Dies ist die erste Ausgabe. Die 21ste Platte ging im Ver-
laufe des Druckes zu Grunde, und daher gibt es spätere
Exemplare, wo diese fehlt. Man kann die Lücke durch die
Stuntzische Copie ersetzen.
Die sogenannte zweite Ausgabe besorgte Johann Stuntz,
und fügte die Polyglotte des Vater Unsers hinzu, unter dem
Titel:
Oratio Dominica Polyglotta Singularum Lin-
guarum Characteribus Expressa Et Deliniatio-
nibus Alberti Dureri Cincta, Serenissimo Prin-
cipi ete. Domino Domino Eugenio Duci Leuch-
tenbergae, Principi Aichstatti etc. D. D. D. Joan-
nes Stuntz. 453 Blätter mit dem Bildnisse Dürer's, fol.
Die Blätter dieser Ausgabe des polyglotten Vater Unsers
sind Copien, welche die Stuntzischen genannt werden müs-
sen, worüber wir auch im Artikel des J. B. Stuntz handeln.
An denselben arbeitete Electrinc Stuntz, die spätere Frei-
frau von Freyberg. Es steht aber auch der Name Strixner's
auf den Platten, nur wenige Blätter sind mit: Elect. Stuntz
fec., bezeichnet. Die ersten Abdrücke vor der Oratio Dominica,
sind wahrscheinlich jene mit englischem Text, unter dem
Titel:
Albert Dürers Designs of the Prayer Book
Mit einer Vorrede des Münchner Hof-Bibliothekar Bern-
hart. London 1817. Mit 43 farbig gedruckten Blättern und
mit dem Bildnisse Dürer's, fol.
Die Blätter der Originalausgabe von Strixner sind etwas
kräftiger, als die Stuntzischen, und rechts oben über der
Ecke sind die Zahlen in gewöhnlichen Currentformen, wäh-
rend sie in der Ausgabe von Stuntz den Druckzahlen nach-
geahmt sind, und ungleich stehen. Stuntz fügte nach den
ersten Abdrücken das polyglotte Vater Unser bei, welches
in der Aretinischen Ausgabe nicht vorkommt.
In der letzteren Zeit kaufte F. X. Stöger in München
die alten Steine aus der Verlassenschaft des Direktors Ch.
v. Mannlich, von welchen schon frühe einige zerbrochen, andere fast unbrauchbar waren, sodass die meisten Platten neu gezeichnet werden mussten. Die ersten Abdrücke ent- halten die Randzeichnungen allein, und dann wurde auf eigenen Platten die Oratio Dominica in verschiedenen Spra- chen beigefügt, wie in der Stuntzischen Ausgabe. Die Stö- ger'sche Ausgabe hat den Titel:
Oratio Dominica Polyglotta Singularum Lin- guarum Characteribus Expressa Et Delinatio- nibus Alberti Duereri cincta. Edita a F. X Stö- ger. Monachii in Commistione officinae lit. artisticae. E Lithographia J. B. Dreselly (1810), fol.;
Hierauf erhielt Stöger die Erlaubnis, das von Schönsper- ger gedruckte Buch copiren lassen zu dürfen, und nun trat an die Stelle des polyglotten Vater Unsers der Text dessel- ben. Das erste Blatt beginnt mit dem Gebete:
Hanc orationem meam supplicem suscipias et exaudias etc. Dann kommt die Aufschrift des ersten Blattes der Ori- ginal-Ausgabe: Sui ipsius in Deum commentatio, und auf diese folgt das Gebet: Omne deus: fili dei: memento pro- missiönis tue etc. Jedes der folgenden Blätter enthält die Aufschrift der Aretin'schen Ausgabe, und darunter das Gebet.,
Diese Ausgabe zählt ebenfalls 43 Blätter und das Bild- niss Dürer's mit der Feder gezeichnet. Es ist aber zu be- merken, dass in allen bisherigen Exemplaren die Numerirung von 1 — 45 geht, wobei Nro. 11 und 13 übergangen sind. Die Zahl der Blätter reducirt sich demnach ebenfalls auf 43, und sie geben sich noch auffallender als Copien kund, als die Blätter der Oratio Dominica. Stöger suchte die Illustra- tion dem Texte anzupassen, und daher ist die frühere Folge der Blätter theilweise geändert,
- Des älteren Lucas Müller, genannt Cranach, Handzeichnungen
(Randzeichnungen in dem Gebetbuche Kaiser Maximilians, gedruckt von Johannes Schönsperger von Augsburg 1514, auf der k. Hofbibliothek zu München). Ein Nachtrag zu A. Dürer's christlich mythologischen Handzeichnungen. 8 Blät- ter, farbig gedruckt, nebst einem Facsimile des 7ten Blattes des Gebetbuches, dem Portrait des Lucas Cranach, Vorwort und Erklärungen. München 1818, fol.
Cranach's Randzeichnungen enthalten meistens Thiere (Hirsche und Fischreiher), eine Landschaft mit Gebäuden, und den von den Evangelisten bespannten Wagen.
Les Oeuvres lithographiques, 72 Hefte mit 4532 Darstellungen in verschiedenem Formate, auf starkes, ungeleimtes Papier gedruckt. Strixner theilte mit Piloti die Arbeit, wie wir schon oben bemerkt haben. Dieses Werk enthält nicht lauter Handzeichnungs-Imitationen, es sind darin auch Blätter nach Gemälden der k. Gallerie.
Zeichnungsbuch für Zöglinge der Kunst und für Liebhaber, aus Rafael's Werken gezogen (von Ch. v. Mannlich). 18 Blät- ter in Umrissen und zwei ausgeführte Köpfe, Büsten zweier Frauen und eines Kindes. München bei Zängl, fol.
Dieses Werk enthält Kupferstiche von Strixner. Es fin- den sich auch noch etliche andere Blätter von ihm, die als
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