Strauch, Lorenz, Maler und Radierer , wurde 1554 in Nürnberg geboren, und unter unbekannten Verhältnissen zum Künstler her- angebildet. Er malte eine Menge von Bildnissen, und zeichnete Prospekte der Stadt Nürnberg, die theils von ihm selbst, theils von anderen in Kupfer radirt und gestochen wurden. So radirte H. Wechter eine grosse Ansicht von Nürnberg mit maleri- scher Staffage, die in 3 Blättern ein schmal qu. imp. fol. bildet. Es findet sich eine Ansicht von Osten und eine solche von We- sten, worauf wir im Artikel Wechter's näher zurückkommen wer- den. Joh. Troschel stach 1621 nach Strauch's Zeichnung eine An- sicht des Rathhauses in Nürnberg, einmal en face, und dann in Perspektive gesetzt, mit einem hochzeitlichen Zuge,
Johann Nussbiegel stach nach ihm das Bildniß des Paulus de Praun von ,
L. Strauch starb zu Nürnberg
Wir haben von diesem Künstler auch eine Anzahl von Radi- rungen. Bartsch P. gr. IX. 500 beschreibt nur eines dieser Blätter, nämlich die grosse Ansicht des Platzes in Nürnberg, welche auch zu den Hauptwerken des Meisters gehört. Heller beschreibt in seinen Zusätzen zum Peintre Graveur, Bamberg 1841, mehrere andere Blät- ter, die wir durch (H.) bezeichnen. Die meisten derselben sind sel- ten. Das Monogramm des Meisters darf nicht mit jenem des Lorenz Stor verwechselt werden. Lukas Schnitzer bediente sich dessel- ben Zeichens.
(H.) Simon Clüer (Clüver.) Geda., V. J. D. Ao. . Brust- bild en face in einem architektonisch verzierten Oval, links die Weisheit auf dem Löwen, rechts die Gerechtigkeit auf dem Ochsen. H. 8 Z. 4 L., Br. 6 Z. 3 L.
(H.) Paulus Colerus Prope Annum Consvlat. Septimum, Cir- citer Annvm, Aetatis 40. Anno Christi 1604. Brustbild en face von vier allegorischen Figuren umgeben. Mit dem Zei- chen. Unten auf einer Tafel: Feci quod potui etc. H. 7 Z, 2 L., Br. 5 Z. 7 L.
Vor der auf der unteren Tafel befindlichen Inschrift,
Mit derselben,
(H.) Daniel Haenichen vom Zöblitz, Churf. Saechs. Hofpre- diger — — Anno 1612. Brustbild von vorn im Oval. Lo- rentz Strauch — fecit Norib. H. 5 Z. 7 L., Br. 4 Z. 4 L.
(H.) Effigies Reuerendi Viri D. M. Johannis Kaufmani Se- nioris Ecclesiae Noribergensis Concionatoris fidelissimi etc.
- Brustbild von vorn, rechts in halber Höhe das Zei- chen. H. 5 Z., 6 L., Br. 4 Z. 3 L.
- (H.) Hieronymus Kres vom Kressenstein — — Kriegsrath
- Brustbild von vorn, mit dem Wappen. H. 3 Z. 4 L., Br. 4 Z. 2 L.
(H.) Effigies Reverendi D. M. Johannis Schelhameri Nori- bergae ad D. Laurentium Concionatoris etc. Brustbild von vorn mit langem Barte. Sehr geistreiches und seltenes Blatt, H. 5 Z. 6 L., Br. 4 Z. 2 L.
(H.) Der Ehrwirdig Vnnd Hochgelert Herr Jacobus Schopper. Der heiligen Göttlichen Schrift Doctor etc, etc. Brustbild im Oval von vorn. Lorentz Strauch fecit, Anno salutis 1560. H. 7 Z. 3 L., Br. 5 Z. 10 L..
Christoph Fürer, Patrizier von Nürnberg.
Andreas Imhoff, Patrizier von Nürnberg, in einer Einfassung
- Ohne Zeichen, kl. fol. Selten.
- Moses empfängt die Gesetztafeln. Er kniet auf dem Sinai, und links oben erscheint Gott Vater. In einer Einfassung von zusammengebundenen Aesten, in welchen man links unten die Jahrzahl 1524, und rechts die Buchstaben A D. (A. Dürer) bemerkt. Im unteren Rande: Domine da quod jubes et lubes quod vis. H. 3 Z. 11 L., Br. 3 Z. 1 L.
Dieses Blatt schreibt Heller (A. Dürer S. 832) dem L.- Strauch zu. Schöber erklärt es als Arbeit Dürer's.
- St. Hieronymus in seinem Zimmer. Er legt die rechte Hand mit der Feder auf ein offenes Buch, und mit der linken blättert er in einem anderen Buche. Links auf dem Fen- ster steht ein Crucifix, und im Hintergrunde sind Gebäude. Unten links steht: A D. 1512. H. 5 Z. 4 L., Br. 4 Z. 2 L.:
Dieses Blatt soll von Strauch nach einem Gemälde von Dürer radirt seyn. Schöber legt es diesem Meister selbst bei.
- (H.) Contrafactur der Kirchen am Pariser Closter zu In- nsbruck der Neuapoz Genand. (Die innere Ansicht der Kirche mit dem Grabmale Maximilian's I.) Laurentius Strauch Norember. Fecit et Excudit Ao. 1614. Sehr schönes, aber äusserst seltenes Blatt. H. 11 Z., Br. 15 Z. 7 L.
- Vor aller Schrift,
- Mit derselben,
- Wahre Contrafactur der fürstlichen Stadt Landshut in Baiern.
Laur. Strauch Nor, fecit et excud. 1613, schm. gr. qu. fol.
- (B.) Eigentliche Abconterfeihung dess Marktes der löblichen Kais. Reichs Statt Nurnberg mit all desselben gelegenheit. Nach rechts unten: Laurentius Strauch Norimbergensis pin- xit. fe. et Excudit Anno 1593. Im Rande der Psalm 21. Herr der König freuet sich etc. In drei Blättern, H. 13 Z. mit 6 L. Rand, Br. 33 Z.
Wie oben. Es ist indessen zu bemerken, dass die Sylbe fe., wie Bartsch angibt, sich nicht auf allen Exem- plaren findet. Frenzel (Sternberg'scher Catalog II. S. 143) sagt, dass auf allen Abdrücken, welche er sah, nur der Name des Künstlers mit: pinx. et excud. zu lesen war.,
Laurentius Strauch Norimbergensis pinxit. Vnd zu finden bei Paulus Fürst.
Ansicht von Nürnberg. In der Mitte das Stadtwappen, und zu beiden Seiten RKRaufmannsgüter von Genien gehalten. Unten: Als Deutschland stund in ruh, vnd vor dem Sturme
(H.) Die Oberbürg bei Nürnberg. Ein mit Mauern und einem Weiher umgebenes Schlösschen, links vorn Thor und Brücke, Oben ist das Zeichen und die Jahrzahl 1500. H. 1 Z. 11 L., Br. 4 Z. 11 L.
(H.) Die Unterbürg bei Nürnberg. Ein Schlösschen mit einem gothischen Thurme am Weiher, auf welchem zwei Männer im Kahne fahren. Oben links das Zeichen und
- H. 1 Z. 11 L., Br. 4 Z. 10 L. Sehr selten.
Die Freyung auf der Veste). L. S. (Strauch ?) u., qu. fol.
Prospekt gegen die Dörren- und Negeleins-Mühle, auch die Steinerne Brücke am neuen Bau. Ohne Aufschrift, Oben
1508., qu. 8.,
Der blachers Weiler bei Nürnberg. L. S. fecit. J. Hoff- mann Ex., qu. 4.
Der Gleishammer. Ohne Aufschrift. Oben rechts: L. S. 1500, qu. 8.
Abbildung des Speers und des Stücks vom Kreuze der Klei- nodien. Hinter einem Altartische steht Kaiser Sigmund im Ornate. An der Lade steht: En tibi, qui haec adspicis, Sacri Romani Imperii et Sacratissimorum Imperatorum veneran- das Reliquias, Regalia et Clenodia, quae Sigismundus Imp. Aug. Ao. Christi 1442 — — transtulit etc. Rechts unten L., links S. L. Strauch, oder L. Schnitzer? fol.
Es finden sich auch Abdrücke ohne die Buchstaben L. S. Dies sind aber von einem älteren Blatte zu unterscheiden. In diesem läuft der Speer etwas spitziger zu.
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