Strack, Ludwig Philipp

Strack, Ludwig Philipp, Maler, der Bruder des Obigen, geb. zu Hayna in Hessen 1791, war Schüler seines Vetters, des Johann Anton Tischbein in Cassel, und widmete sich mit Vorliebe der Landschaftsmalerei. Anfangs copirte er mehrere Meisterwerke der Galerie in Cassel, die an solchen vor der französischen Invasion bekanntlich sehr reich war, und dies brachte ihm den Vortheil, dass er schon früh im Malen grosse Uebung erlangte. Hierauf unternahm er Reisen in Deutschland und in Italien , als deren Resultat eine grosse Anzahl von Studien zu betrachten ist, nach welchen er dann zahlreiche Gemälde ausführte, die in Anordnung und Färbung grosses Lob verdienen. Strack zeichnete sehr gut und sah vor allem auf naturgetreue Darstellung, so dass seine Werke zu den besten Erzeugnissen der früheren deutschen Land- schaftsmalerei gehören. Strack arbeitete längere Zeit zu Cassel und in Eutin , und dann wurde er Hofmaler des Herzogs von Ol- denburg. In Norddeutschland , und auch über dessen Gränze hin- aus, findet man in Cabineten viele Bilder dieses Künstlers, in wel- chen man einen fleissigen Nachahmer Berghem's erkennt. Einige gehören zur Gattung der idyllischen Landschaften, in denen die Staffage sehr gefällig und fleissig behandelt ist. J. G. Schumann und Kessler stachen nach ihm eine Landschaft mit der Familie des Pfarrers von Grünau im Walde, nach Voss Louise, gr. qu. fol. Dieses Blatt gehört zu jener Folge, welche bei Frauenholz unter dem Titel »Galerie deutscher Dichter» erschien, und bildet das Gegenstück zu C. Rahl's Hermann und Dorothea nach Gauer- mann. Veith Lütke und Darnstedt stachen nach ihm mehrere Blätter für Almanache, meistens Ansichten der Umgebung von Eutin, einige mit idyllischer Staffage. L. P. Strack starb 1830.

‚ den ist das Bildniss dieses Meisters, 1820 vom Strack, Johann Heinrich.

In der Portraitsammlung des Prof. Vogel von Vogelstein zu Dresd- den, ohne, desselben gezeichnet, > Wir haben von diesem Künstler auch radirte Blätter. _ 1 — 6) Landschaften, meist italienische, mit Staffage, 1814. 15

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