Stosskopf, Sebastian

Stosskopf, Sebastian, Maler von Strassburg , war Schüler vom D. Soriau und ein Künstler von Ruf. Er malte Stillleben, deren die vorzüglichsten Cabinete erwarben. Im Jahre 1651 malte er für Kaiser Ferdinand III. zwei Bilder auf schwarzen Marmor, zwei Blumenstücke in Gefässen auf bedeckten Tischen, und brachte ne- benbei Waffen, musikalische Instrumente und andere Dinge an. Sandrart rühmt diesen Meister.

Durch seine durch den Stich vervielfältigten Zeichnungen ist er im weitesten Kreise bekannt, seine Gemälde sind nur in engl- ischen Sammlungen zu finden. Diese sind ebenfalls sehr mannig- faltig. Er versuchte sich mit Erfolg im Gebiete der höheren His- torie, im Phantastisch-Poetischen, im Humoristischen, und in Conversationsstücken im Geschmacke Watteau's. Seine Gemälde erfreuen durch eine heitere blühende Färbung, und da sich darin auch viel Gefühl für Grazie der Bewegung ausspricht, so werden seine Gemälde nie den Eindruck verfehlen. Zu seinen früheren Bil- dern gehören jene, welche er für Boydell's Shakespeare-Gallerie malte, und die eine sehr bestimmte Nachahmung des Rubens ver- rathen. Sie sind in den Cabineten der englischen Kunstliebhaber zerstreut. Einige besitzt der Dichter Rogers, darunter mit viel Geist und Laune aufgefasste Gruppen von Hauptpersonen der Dra- men. In andern Bildern suchte er den Rafael nachzuahmen, wie in seinem Gemälde der Königin Boadicea, welche auf dem Streit- wagen die Britonen zur Vertheidigung des Vaterlandes gegen die Römer anfeuert. Die Schönheit und Reinheit des Styls, verbun- den mit einer strengen Zeichnung, erhebt dieses Bild über die meisten Erzeugnisse der englischen Schule. Die Zeichnung ist im Besitze des H. de Roveray, und seit 1812 durch den Stich von W. Sharp bekannt. Eine andere sehr geistreiche und lebendige Composition ist im Style des italienischen Cinquecento behandelt. Es ist diess die Pilgerschaft nach Canterbury, dem Gedichte Chau- cer's entnommen, aber keine Fahrt frommer Pilger, eine lustige Gesellschaft, mehr eine Ironie als richtige Darstellung des Gegen-

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_jE1QmVcKYywC/