Stoss, Stanislaus. — Stosskopf

Stoss, Stanislaus. — Stosskopf, Sebastian. frater germ. Stanislai Stosz,« genannt. Von seinen Arbeiten ver- steht nichts. Jener Martin Maler, welcher bei der Ausführung des grossen Altarwerkes in der Frauenkirche zu Crakau thätig war, und dessen wir im Artikel des Veit Stoss nach einer Urkunde von erwähnt haben, kann er kaum seyn.

Er ist aber wohl jener Monogrammist M mit dem Werkzei- chen des V. Stoss darüber, welches mit geringen Modificationen vorkommt, und demjenigen auf dem Heidelof'schen Entwurfe zum Sebaldusgrabe deutlich zu Grunde liegt. Brulliot I. 2882 stellt neun solcher Zeichen zusammen, die verschiedene Auslegung erhielten. Das erste schreibt Papillon, und nach ihm Malpe dem Jean Moni zu, aber ohne Grund. Das zweite, mit dem oben stark zusammen- gezogenen M, so dass es einem A gleicht, deutet Marolles auf André oder Hermann Müller, und das dritte legt Florent le Comte einem Stoltzius bei, womit auch Orlandi übereinstimmt. Das fünfte Mo- nogramm bei Brulliot ist jenes, dessen Christ erwähnt, der darunter einen Meister Stolzen vermuthet. Malpe gibt ein ähnliches, von dem oben genannten unwesentlich verschiedenes Zeichen für jenes des V. Stoss aus, auf welchen es sich nicht beziehen kann. Die Deutung auf Stolzen, Stolzius, Stoes beruht aber wahrscheinlich auf alter Ueberlieferung. Ob die drei übrigen Zeichen bei Brulliot dem J. Moni angehören, lassen wir dahin gestellt seyn. Moni wurde erst 1540 zu Lyon geboren, und ist somit viel jünger als M. Stoss. Das alterthümlichere, gothisirende Gepräge wird für un- sern Meister entscheiden. Ein Meister M, mit dem Kreuz darüber, der von anderen für J. Moni genommen wird, hat eine Folge von Aposteln in Holz geschnitten, mit lateinischen Namensüberschrif- ten. H. 9 Z. 10 L., Br. 4 Z. 7 L.

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