Stork oder Sturck, Abraham, Seemaler von Amsterdam , ist nach seinen Lebensverhältnissen unbekannt, und selbst die Bezeich-
Nunung seiner Lebensgränzen von 1650 bis 1708 ist nur muthmass- lich zu nehmen. So viel ist indessen gewiss, dass Stork in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zum Ruhme der Kunst arbei- tete. Es finden sich Marinen von ihm, welche einen strengen Beobachter der Natur und eine geistreiche Behandlung kund geben, nur schade dass sie oft schwer im Ton und ohne Haltung sind. Descamps sagt gar, dass seine Stürme Furcht und Schrecken er- regen. Als eines der schönsten Werke des Meisters bezeichnet er den Einzug des Herzogs von Marlborough zu Amsterdam auf der Amstel. Dieses Gemälde enthält zahlreiche Figuren, wie er deren öfter anbrachte. In der Gallerie des k. Museums zu Berlin ist eine Seeschlacht mit mächtigen Schiffen, wovon das eine sinkt, das andere brennt. In der Gallerie zu Dresden stellt eines seiner Bilder den Hafen von Amsterdam dar, mit großen Schiffen und Fahrzeugen, und im Hintergrunde die Stadt, . Ein zweites Bild zeigt eine Fischerbarke, und in der Ferne größere Fahrzeuge auf dem durch einen Sturm bereits bewegten Meere. Im Museum zu Paris ist eine sehr dramatische Seeschlacht , aber schwer im Ton und ohne Haltung. Dieses Bild ist A. STURCK bezeichnet. Auch in der Pinakothek zu München ist eine Marine von Stork, so wie ihm überhaupt eine vorzügliche Stelle eingeräumt wird. Mehrere andere Bilder sind im Privatbesitz, welche schwer auf- zählen sind. Sehr schön ist eine Ansicht des Hafens von Amsterdam, welche G. Wilbraham in London besitzt, so dass der Künstler den Hafen dieser Stadt zu wiederholten Malen zum Gegenstand der Dar- stellung machte. In der Sammlung des Assessors Schmidt zu Kiel, worüber 1800 ein Catalog erschien, waren zwei Ansichten italieni- scher Seehäfen. Dass der Künstler in Italien gewesen beweisen auch die Zeichnungen, welche er in jenem Lande ausführte. Zwei solche Zeichnungen mit italienischen Seehäfen, mit der Feder und in Tusch ausgeführt, kamen aus dem Winkler'schen Cabinet in die Sammlung des Direktors Spengler in Kopenhagen, welche 1830 zur Veräusserung kam. Von zwei anderen Zeichnungen die- ser reichen Sammlung stellt die eine eine Landschaft mit einem Flusse dar, auf welchem Schiffe erscheinen, mit der Feder gezeich- net und coloriirt. Auch die zweite ist eine Landschaft mit einem Flusse, mit Häusern und mit einem Tempel, in Crayon und Bi- ster. R. Weigel (Kunstkatalog Nro. 31 C 4) werthet die Ansicht eines italienischen Seehafens mit Figuren in Aquarell auf 12 Thl. Alle diese genannten Zeichnungen sind in qu. 8.
Ph. le Bas stach nach ihm einen Sturm: Tempete ou 5eme vue d'Italie, gr. qu. fol. Auch le Vau und M. D. Sallieth sta- chen zwei Seestücke von Stork.
Eigenhändige Radirungen. Bartsch Pl. gr. IV. 387 ff. beschreibt sechs Blätter von Stork,
die sehr flüchtig und geistreich behandelt sind, und äusserst selten
vorkommen. Man findet in den reichsten Sammlungen kaum ein Paar dieser Blätter.
Der Orientale stehend bei einem Piedestale, welches links erscheint. Er ist im Profil nach rechts sehend, und macht mit der linken Hand eine Geste. Auf dem Meere im Grunde zeigt sich ein grosses Schiff. Oval, Durchmesser 1 Z. 10 L.
Ein grosses Fahrzeug mit Segeln in Mitte des Blattes, wie es den Weg nach Rechts gegen den Vorgrund zu richtet. Links folgt ein Nachen, und in der Ferne bemerkt man ein anderes Fahrzeug mit einem Segel. Rechts begrenzt den
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