Storilli, Friedrich Ludwig, Maler, wurde 1805 zu Copenhagen geboren, und zum Staatsdienste bestimmt besuchte er in seiner Ju- gend die zu demselben führenden literarischen Anstalten. Er richtete aber auch ein Hauptaugenmerk auf die Kunst, welcher er sich zuletzt, an der Akademie in Copenhagen ausschliesslich wid- mete. Hierauf besuchte er zur weiteren Ausbildung die Akademie in Dresden , und 1835 ging er zu gleichem Zwecke nach Mün- chen, wo er eine Reihe von Jahren der Ausübung der Kunst ob- lag, bis er sich endlich wieder in das Vaterland zurück be- gab. Storch wählte zu mehreren seiner Gemälde den Stoff aus den nordischen Volkssagen, und stellte dieselben in genialen Compo- sitionen dar, wobei die Landschaft eine freundliche Umgebung bildet. Zu wiederholten Malen stellte er Elfentänze dar, deren feine und wunderliche Gestalten eine reiche Phantasie verrathen, so wie sich überhaupt in allen seinen Werken klare poetische Ge- danken aussprechen. In Darstellung weiblicher Gestalten, in denen sich Schönheit mit Anmuth paart, kommen ihm wenige Künstler gleich. Auch die Nacktheit hat nie das Kleid der Unschuld und Züchtigkeit abgelegt. Seine Färbung ist zart und lieblich, so dass seine Bilder immer eines entschiedenen Beifalles sich er- freuten. Einige sind von ziemlicher Ausdehnung, ohne indessen das Format der grösseren Staffeleibilder zu überschreiten. Wir er- wähnen unter diesen: die gefangene Nixe, 1837; die Mädchen im heimlichen Felsenbade unter einer natürlichen Laube, ein lieh- liches Bild im Besitze des Herzogs von Leuchtenberg, 1838; die zwei mit Blumenkränzen sich schmückenden Mädchen, von glei- cher Grazie, wie das obige Bild; die zwei Mädchen am See, Kin- der im Kahne, 1839; Nymphen am Meere zum Morgengruss, Elfen- tanz um ein schlafendes Kind, die Entführung der Psyche durch Genien, eines der grösseren und schönsten Werke des Meisters, 1840 vom Kunstverein in München um 900 Gulden angekauft; die heil. Genovefa von ihrem Gemahle wiedergefunden, 1841; Amor und Psyche, ein Blumenmädchen von Athen, das Mädchen mit der Taube, Venus von den Grazien und Amorinen geschmückt, für den König von Dänemark gemalt, Rinaldo und Armida, 1843; Ritter Otto von Oldenburg zu Pferd auf der Jagd verirrt empfängt von einer Elfe das Oldenburger Horn, die Erfindung der Zeichenkunst, wie die Geliebte die Schattenzüge des scheidenden Jünglings mit Kohle an die Wand zeichnet, die Erscheinung des O'Donnell, nach Grimm's irischen Mährchen, eines der grössten Gemälde des Meisters, 1844; zwei Nymphen, 1845. Ueberdiess finden sich von Storch noch mehrere andere Bilder, darunter schöne Bildnisse
in Vel.
Hanfstärl lithographirte diese Darstellung für den Kunst- verein in Hannover 1842, gr. qu. fol.
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