Stoer, Johann Wilhelm, Kupferstecher , arbeitete in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu Nürnberg , und ist durch Bildnisse und Prospekte bekannt. Seine Blätter sind indessen von keiner grossen Bedeutung. Starb um 1740.
Einige Portraits von Mitgliedern des Hauses Oesterreich, 8.
William Beveridge, englischer Bischof, nach Richter, 8.
P. C. Hilscher, Geistlicher, fol.
Professor J. L. Boye, 8.
Das Rathhaus zu Nürnberg bei Gelegenheit des Friedens- schlusses von 1648. P. Wittig pinx. 1640. G. D. Heumann del. Norimb. J. W. Stoer sculpsit Norimb., qu. fol.
Prospekt der Fleischbrücke in Nürnberg. J. W. Stoer No- rib. fecit. In C. C. Schramm's hist. Schauplatz der merk- würdigsten Brücken. Leipzig 1735. Nro. X3—
Monumentum sepulcrale, lapide affrabre excisum in choro capellae S. Pietro e Pavlo dedicatae, extra urbem Norim- bergensem, Unten: Anno Domini 1598 f. — J. W. Stoer del. et sculp., roy. fol.
Das Denkmal des Julins Welser, Ritters des heiligen Landes, Stoer d. sc., fol.
Genealogischer Wappenkranz bei der von Oechslhafen - Ebneri- schen Vermählung 1730. J. W. Stoer fecit Norimb., gr. 4
10 Stoer, Lorenz, Maler und Formschneider zu Augsburg , war um 1550 — 70 thätig. Er malte Bildnisse, und nach den von ihm vor- handenen historischen Zeichnungen zu urtheilen auch geschicht- liche Darstellungen. Seine Werke sind mit einem Monogramme zeichnet, welches mit jenem des jüngeren L. Strauch ähnlich.
Dann haben wir von Stoer folgendes Werk mit Holzschnitten: Geometria et Perspectiva. Hier Inn Etliche Zerbrochne Gebew, dar- Schreiner In eingelegter Arbeit dienstlich, auch vil andere Lieb- habern zusonder gefallen, geordnet und gestellt durch Lorentz Stoer, Maller Burger Inn Augspurg 1567. Am Ende: Gedruckt zu Augspurg, durch Michael Manger. Finis, fol.
Diese Ausgabe kennen wir ausser dem Catalogue der Sammlun- des Grafen Renesse. Breidbach, Paris 1835, nur durch R. Weigel Kunstkatalog Nro. 8242. Brulliot, Füssly u. a. nennen eine an- dere ohne Jahr und ohne M. Manger's Adresse, mit dem Zusatze am Ende: d. Hans Vogel Formscheider. Im Jahre 1617 erschien dieses Werk im Verlage von Stephan Michelspacher.
Der Titel des Buches ist in Helldunkel von zwei Platten, und dazu kommen noch 11 andere Holzschnitte mit dem Zeichen Stoer's,
Dann hat Stoer auch in Stein hoch geätzt. In der evangeli- schen Ehegerichtsstube zu Augsburg waren von ihm zwei steinerne Tafeln von ansehnlicher Grösse, mit 1553 und 1564 datirt. Solche Arbeiten, meistens Schritten und Ornamente, auch Figuren ent- haltend, wurden im 16. Jahrhunderte und auch später ausgeführt, und man kann sie als Vorläufer der Lithographie betrachten.
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