Stoß, Franz

Stoß, Franz, Landschaftsmaler , wurde 1760 in Wien geboren, und von seinen Eltern zum Goldschmide bestimmt. Er ergriff dieses Fach mit Eifer, und übte sich in jeder freien Stunde auch im Zeichnen, so dass zuletzt sein Oheim, ein uns unbekannter Maler und Gemäldehändler, Stöber's Anlage zum Künstler erkannte und seinen Eltern rieth, ihn die Zeichnungs-Akademie besuchen zu lassen. Bei dieser Gelegenheit entschied er für die Landschafts- und Architekturmalerei, worin ihm Christian Brand Unterricht er- theilte, welchen er Anfangs zum Vorbilde nahm, bis er auf einer Reise nach der Schweiz und in die Niederlande , welche er mit seinem Oheim unternahm, bessere Vorbilder kennen gelernt hatte Jetzt suchte er sich im Colorite der niederländischen Weise zu nähern, was Brand so übel nahm, dass er seinem ehemaligen Zög- ling 1784 den ersten Preis versagte. Unzufrieden mit der zweiten Prämie verliess Stöber Wien , und liess sich nach einer zweiten Reise in Holland in Speyer nieder, wo ihm der Domdechant Frei- herr von Hutten zu Stolzenberg die Aufsicht über seine Gallerie anvertraute. Dieser Kunstfreund besass viele Bilder von Stöber, worunter seine Ansicht der von den Franzosen halb zerstör- ten St. Jakobskirche in Speyer besonders gerühmt wurde. Dieses kleine Gemälde ist von 1787 und befindet sich jetzt in der Gallerie des Belvedere zu Wien. Dann malte er zu wiederholten Malen den Rheinfall bei Schaffhausen , und viele andere Bilder, in welchen er Wynants und van Heyden zum Vorbilde nahm. Er starb zu Speyer 1834.

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