Steyaert, Anton, Maler, geb. zu Brügge 1765, machte seine Stu- dien an der Akademie daselbst, und erhielt mehrere Preise. Im Jahre 1802 ließ er sich zu Gent nieder, da ihm die Stelle eines Professors der Zeichenkunst zu Theil wurde. Nach sieben Jahren übernahm er auch das Direktorat der Classe der Malerei, fand aber immer auch noch Musse zur Ausführung von Malwerken. Diese bestehen in historischen Darstellungen und in Landschaften. In der St. Nicolauskirche zu Gent ist von ihm ein Gemälde, wel- ches St. Anton vorstellt, wie er zu Limoges predigt, im Umrisse abgebildet in de Bast's Annales du Salon de Gand Pl. 60. Dann mählte er auch in Gouache , und bildete in dieser Manier besonders Meisterwerke grosser Künstler nach. Diese Copien wurden sehr schön befunden, und standen daher in hohem Werthe.
Dann befasste er sich auch schon frühe mit dem lithographi- schen Farbendrucke. In dieser Art bildete er neben anderen den Strohhut (Chapeau de paille) von Rubens nach, ein schönes Frauen- bildniss mit dem Hute. Er überreichte dieses Blatt der Königin der Niederlande , wofür er eine ähnliche Belohnung erhielt. Man gab den Arbeiten Steyaert's den Namen der Lithochromie, welcher auch später von anderen Künstlern beibehalten würde.
Steyaert legte seine Stelle an der Akademie in Gent nieder, und begab sich nach Brügge , wo er noch 1838 thätig war. In der letzteren Zeit malte er meistens Landschaften. Er hat auch einen Sohn, der diese Kunst übt.
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