Stephan, Joseph, Maler von München, war daselbst Schüler von Watterschot, und begab sich nach erstandener Lehrzeit nach Frank- furt am Main, wo er mehrere Landschaften und architektonische Darstellungen malte. Im Jahre 1745 begab er sich nach München zurück, wo er jetzt die Wittwe eines Kunsthändlers heirathete, die selbst Landschaften malte. In der ersteren Zeit befasste sich Stephan meistens mit dem Kunsthandel, verliess ihn aber zuletzt, und gründete durch zahlreiche Gemälde den Ruf eines geschickten Künstlers. Er malte Landschaften, Ansichten von bayerischen Schlös- sern, von München und dessen Strassen, und besonders Thiere. Im k. Schlosse zu Nymphenburg waren ehedem viele Bilder von ihm, besonders Vögel und andere Thiere vorstellend. Im Jahre 1752 malte er eine Jagd, welche der Churfürst auf dem Starnber- gersee hielt, und dann eine Ansicht des Schlosses Berg an diesem See bei nächtlicher Beleuchtung. Auch zwei Seefahrten der chur- fürstlichen Familie zu Nymphenburg malte er. In einem Saale der k. Residenz zu München stellte er an der Decke den Phaeton auf einem mit vier weissen Pferden bespannten Wagen dar, ein Bild,
Wir haben von ihm ein seltenes radirtes Blatt:
Landschaft mit alten Gebäuden. Links bei einem Fussgestelle, worauf eine Urne steht, sieht man drei Arbeiter , wovon der eine Tabak raucht, und rechts an einem Gebäude sind drei andere Personen. Joseph Stephan inven. et sculp. 1769. H. 5 2 Z. 5 L., Br. 8 Z. 2 L.
Ohne Namen des Künstlers,
Mit der obigen Schrift.
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