Steingruber, Johann Jakob, Architekt und Hofdessinateur zu Ansbach , der Sohn des obigen Künstlers, ist durch Zeichnungen
Nagler's Künstler-Lex. Bd. XVII. . 49
Augsburg 1804, widmete sich schon im frühesten Alter der Zeichen- kunst, nach dem Beispiele seines Vaters, des Kunstverlegers und Malers Joh. Simpert Steinbrübel. Durch Unterstützung des Gra- fen von Gravenreuth und anderer Kunstfreunde setzte er 1825 an der Akademie in München seine Studien fort, und da machte er in der Landschaftsmalerei so glückliche Fortschritte, dass ein großer Theil seiner Bilder in Oel und Aquarell vom Kunstverein zum Zweck der Verlosung angekauft wurde. Es sind diess meistens Ansichten aus dem bayerischen Hochgebirge, aus der Umgebung von Salzburg und aus der Schweiz . Diese Bilder sind von klarer richtiger Auffassung der Natur, und von gefälliger warmer Far- bigkeit. In der letzteren Zeit hemmte ein Lungenleiden seine Tä- tigkeit, und diesem unterlag er 1838 zu Augsburg .
Es finden sich von ihm auch mehrere lithographirte Bilder, welche das Urbild mit großer Treue wiedergeben. Sie sind sehr fleißig und zart behandelt, und gehören zu den besten Er- zeugnissen der Lithographie um 1830. Der Domherr B. Speth, der auch in diesem Lexicon erscheint, ließ durch ihn einige Bilder seiner Gallerie vervielfältigen, wie die Blätter nach Ostade, Wy- nants, Ruysdael, Heydeck und A. van der Neer. Auch für das k. bayerische Galleriewerk arbeitete er.
- Das Bildniss des Generalvicars Hartlinger, fol.
- Der Zahnbrecher, nach Ostade, fol.
- Eine Landschaft, nach J. Ruysdael, qu. fol.
- Eine Landschaft nach Wyannts, qu. fol.
- Eine Mondlandschaft, nach A. v. d. Neer, qu. fol.
- Eine Landschaft nach Heydeck, qu. fol.
- Eine Landschaft mit Vieh, nach Weagenbauer, Münchner Kunstvereinsblatt vor 1830, gr. Fol.
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