Stefanom, Pietro

Stefanom, Pietro, Kupferstecher , wurde 1589 zu Vicenza -geboren, liess sich aber in der späteren Zeit in Rom nieder, wo er eine Druckerei errichtete, an welcher auch sein Sohn Giacomo Antonio Theil hatte. Sie druckten Platten verschiedener Meister, die theilweise mit PS. exc. oder P. S. F. versehen sind. Die letztere Buchstaben bedeuten P. Stefanoni Formis, nicht P. S. Fecit, wie Malpe geglaubt hat. Er legt ihm mehrere Blätter der Carracci bei, wovon Stefanoni die Platten erhielt. Darunter ist ein Blatt mit St. Franz und Paul im Gebete, wo Ag Carracci begann, aber

von einem anderen, mittelmässig, vollendet wurde. In der Mitte unten steht ein S, was vielleicht Stefanoni bedeutet. Auf einer schönen gegenseitigen Copie der Vierge aux Anges von Lud. Car- racci (Nro. 2.) steht rechts unten ebenfalls ein S, was auf Ste- fanoni sich beziehen könnte. H. 5 Z. 7 L., Br. 4 Z. 3 L. Dann haben wir auch ein Genrebild nach diesem Meister mit G. A. Ste- fanoni's Adresse, und es geht zuweilen unter dessen Namen. Es ist unter dem Namen des ruinirten Kaufmanns oder der Bande von Bettlern (Bande de Gueux) bekannt. Dann schreibt man dem jüng- eren Stefanoni eine Darstellung des Kindermordes von G. Reni zu, allein diese ist von G. B. Bolugnini radirt. Eine Engelglorie dieses Meisters, Nro. 45, hat nur die Dedication Stefanoni's, nicht den Namen des Radirer's G. Reni. Auch ist Rost im Irrthum, wenn er dem jüngeren Stefanoni das Wunder des hl. Anton und die Marter der hl. Ursula nach Pasinelli zuschreibt. Sie sind von G. A. Lorenzini radirt. Und so gibt es noch mehrere andere Blät- ter, die nur als Verlagsartikel der Stefanoni zu betrachten sind, und deren Platten sie höchstens retouchirten, wobei dann die Buchstaben S. F. mit Stefanoni Fecit statt mit Stefanoni Formis erklärt wurden,

Dann erschien bei Stefanoni auch ein Zeichenbuch in 40 Blät-

tern nach den Carracci u. s. w. Ferner: Petri Stephanoni Gemmae an-

tiquius sculptae; Romae 1627, 4. In zweiter Auflage von Stefa-

noni jun., Paduae 1646. Später erschien diese Sammlung mit

Commentar: Fortunati Liceti Hieroglyphica, sive antiqua stemmata Gemmarum, Annularium etc. Patavii 1653, fol.

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