Steevens, Petter

Steevens, Petter, Kupferstecher, ist nach seinen Lebensverhält- nissen unbekannt, könnte aber der Sohn des obigen gleichnamigen Künstlers von Mecheln, oder eines anderen Peter Steevens seyn. Denn auf seinen Blättern mit Reiterbildern von Fürstenpersonen liest man ausser dem Namen Pieter Steevens auch Pieter Steevensz, was Steevenszoon, d. h, Peter, Sohn des Steevens, bedeutet. Dann sieht auch P. Steevens auf diesen Blättern. Sie enthalten Bildnisse von Königen und Prinzen zu Pferde, welche eine Folge von wenigstens 16 Stücken bilden, gr. 8. Im unteren Rande steht immer der Name der

dargestellten Person. Diese Stiche verrathen eine geübte Hand, so dass sie auf einen Kupferstecher von Profession schliessen lassen, nicht auf einen Maler. Einer der Palamedes Steevens kann nicht darunter verstanden werden, da der Taufname entscheidend ist

  1. Dann gibt es auch eine Folge von 15 Blättern in Friesform, welche Geflügel vorstellen, und von einigen dem P. Steevens bei- gelegt werden, mit der Angabe, dass H. Liefrink das meiste dazu

gestochen habe. Diese Folge hat nach der Angabe im Catalog randes den Titel: Viel und mancherley Geflügel, den Malern und Goldschmiden dienlich: Hans Liefrinck. Cf. de Jonghe exc. 1631, qu. 8. Wenn der viel ältere H. Liefrink an dieser Folge Theil hat, so kann nur von einer neuen Auflage die Rede seyn, oder, noch wahrscheinlicher, von Copien, die demnach Steevens

Dann könnte unser Steevens auch jener Peter Stephani seyn, der mit H. Hondius und P. Vriese die Kupfer zu S. Marolois's

Opera mathematica gestochen hat. Dieses Werk erschien 1647 zu Amsterdam in zweiter Auflage,

Schliesslich könnte unser Steevens auch jener P. Stefani seyn, welchen Füssly jun. mit dem viel älteren Benedetto Stefani ver- wechselt, und ihm folgende Bildnisse beilegt.

1). Ludovicas Marchio Brandenburgi. P. Stephani sc., fol.

  1. Graf Emeric Tekely, nach D. van der Irlaan, von P. Ste- hani gestochen.

  2. Herzog Philipp von Orleans, ohne Namen des Malers.

  3. Johann III. König von Polen, ohne Namen des Malers.

  4. Die Herzogin von Mazarin.

  5. Hortensia Manzini, beide Bildnisse, ohne Namen des Malers.

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