Starnina, Gherardo di Jacopo

Starnina, Gherardo di Jacopo, Maler, wurde 1354 in Florenz geboren und von Antonio Veneziano unterrichtet, unter dessen

Leitung er im Verlaufe mehrerer Jahre im Zeichnen und in der Behandlung der Farben grosse Geschicklichkeit erlangte. Seine ersten selbstständigen Arbeiten begann er in der Capella de' Castel-

Diese Bilder verschafften dem Meister einen Ruf nach Pisa, wo er das Capitel S. Nicola hätte ausmalen sollen; allein er über- ließ die Arbeit seinem Schüler Antonio Vite. Starnina blieb in Florenz und malte da auf der Wand des Palastes nach der Seite der Guelten zu den hl. Bischof Dionysius mit zwei Engeln, und darunter die Stadt Pisa , was sich auf den Verkauf der Stadt durch Gabriel Mauro von Pisa an die Florentiner bezieht. Es ist dies die Nordseite des Gebäudes, aber doch war noch im vorigen Jahr- hundert diese Malerei erkennbar. Ausserdem nennt Vasari kein Bild von Starnina. In der Akademie der schönen Künste zu Parma wird ihm ein Gemälde zugeschrieben, welches den hl. Vincenz von Valencia vorstellt, welcher auf die Zukunft Christi deutet.

Vasari lässt diesen Künstler im neunundvierzigsten Jahre ster- ben, also im J. 1403. In dieser Angabe herrscht sicher eine Un- richtigkeit, indem der Künstler länger gelebt haben muss. In der ersten Ausgabe der Lebensbeschreibungen sagt Vasari selbst, dass Star- nina's Bilder von 1300 — 1408 vel circa reichen, und bald darnach muss er den hl. Dionysius mit der Stadt Pisa gemalt haben, da die Erwerbung derselben den 9. Okt. 1406 am St. Dionysiustage füllt. Wenn daher Vasari in der späteren Ausgabe 1403 als Todes- jahr des Künstlers annimmt, so muss er im Irrthum seyn. Biclgl II, 252. stellte daher die Vermuthung auf, dass neunundfünfzig statt neunundvierzig zu lesen seyn dürfte. Eine ganz sichere Zahl ist 1387, in welchem Jahre Starnina in das Buch der Maler-Brü- derschaft eingetragen wurde. In diesem Buche heisst der Künstler Starna, so dass Starnina eine scherzhafte Form wäre, wie Baldinuci Dec. IX. del Sec. II. 102 meint. In der ersten Ausgabe brachte Vasari auch eine Grabschrift bei, die wahrscheinlich, als unächt, in der neuen Auflage weggelassen wurde. Dann fügt er das Bildniß des Starnina bei, nach einem Gemälde aus dem Leben des hl. Hiero- nymus. Er sagt, der Künstler habe sich da mit einer Capuze auf dem Kopfe und mit zugeschnürtem Mantel dargestellt. D'Agincourt l. c. gibt ein anderes Profil mit glatter Capuze als Bildniß des Starnina. Auch in der florentinischen Serie de' Ritratti kommt er vor, so wie bei Bottari, und einzeln von Baron gestochen.

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