Stark, Joseph August. — Stark, James. '225
Hend viele Bilder in Oel, so wie zahlreiche Entwürfe und Cartons, die zur Ausführung bestimmt waren. Selbst in Fresko machte er glückliche Versuche. Die Kunstausstellungen in Wien , Grätz , Mün- chen, Venedig u. s. w. brachten viele seiner Werke zur Anschau- ung. Sie zeichnen sich durch Klarheit der Darstellung, durch Adel und Charakter der Gestalten aus. Besonders schön sind seine weiblichen Gestalten, die Christusfiguren, die Helden und Philo- sophen im antiken Style der Gewandung. Er wusste den schon oft behandelten Gegenständen stets eine neue, interessante Seite abzugewinnen; doch soll die Zeichnung nicht immer streng seyn, zuweilen flüchtig, und der Hang durch Effekt und Farbe zu glän- zen leuchtet besonders in seinen früheren Arbeiten nicht ohne Nachtheil seiner sonst in erhabenem und edlem Style durchgeführten Bilder hervor. In Kraft und Harmonie der Färbung, in Verthei- lung von Licht- und Schattenmassen, in der Perspektive lassen wenige seiner Gemälde zu wünschen übrig. Sie sind meist mit dem Namen und der Jahrzahl versehen, zuweilen mit einem Mono- gramme bezeichnet, welches aus den in einander gestellten fünf Buchstaben des Namens besteht. Das grösste Werk — 17 Sch., lang und 11 Sch. hoch — stellt Andreas Baumkircher, den Steye- rischen Horatius Cocles dar, wie er das Thor zu Neustaedt verthei- diget. In der Ständischen Gallerie zu Grätz, in der Gallerie des Landeshauptmanns Grafen von Attems, und in mehreren anderen Privatsammlungen sind Staffeleibilder von ihm, deren einige von bedeutender Grösse sind. Auch Altarbilder für Kirchen und Ca- pellen malte er. Dieser Künstler befindet sich noch am Leben.
Stark hat mehrere seiner Bilder in Kupfer radirt, mehr als zwanzig Blätter. Auch in der Lithographie hat er sich versucht. In dieser Weise zeichnete er einige Darstellungen aus der vater- ländischen Geschichte, fol. 4, u. 5.
Ecce Homo, nach dem Gemälde der ständischen Gallerie radirt.
Christus am Oelberge, nach dem Bilde in der protestantischen Kirche zu Schladming radirt,
Christus und die Samariterin am Brunnen, radirt.
Christus bei Magdalena und Martha, radirt.
Maria mit dem Kinde, radirt.
Die betende Maria, nach dem Gemälde in der Sammlung des Grafen Attems radirt.
Susanna und die beiden Alten, nach dem Gemälde der Gal- lerie in Gräz radirt.
Magdalena in Gebete, nach dem Bild beim Gräfen Attems radirt.
Die Charitas Romana, nach dem Bilde der Gallerie in Gräz,
Oedip erhält seine ihm von Theseus entrissenen Töchter zurück, nach dem Gemälde derselben Gallerie,
Anna Gösting, der Mädchensprung, nach einer alten Sage von 1260, radirt.
Andreas Baumkircher vertheidiget das Thor von Neustadt, lithographirte Skizze zu dem oben erwähnten grossen Ge- mälde,
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_jE1QmVcKYywC/