Stange, Bernhard

Stange, Bernhard, Landschaftsmaler, wurde zu Dresden geb.-

boren, und zu den Studien bestimmt, besuchte er das Gymnasium seiner Vaterstadt. Später widmete er sich auf der Universität in Leipzig der Jurisprudenz; allein er zog nach einiger Zeit die Kunst den Pandekten vor, da er von jeher mit Vorliebe im Zeich-

nen sich geübt hatte. Von 1827 an blieb die Malerei sein Haupt-

fach, und 1830 ging er zur weiteren Ausbildung nach München , wo er durch zahlreiche Werke seinen Beruf zum Künstler beur- kundete. Diese gingen teilweise durch die Verloosungen des Kunstvereins in verschiedene Hände über, und bieten große Mann- igfaltigkeit der Darstellung, da der Künstler nicht allein in Deutsch- land, sondern auch in Italien und Sizilien Studien machte. Sie bestehen in einer großen Anzahl von Zeichnungen, theils in Aqua- rell, theils in Tusche ausgeführt, theils auch leichter behandelt. Stange findet überall ein schönes und malerisches Bild heraus. Beson- ders lieblich sind seine Ansichten aus den freundlichen Hochthälern mit Sonnenbeleuchtung und magischen Lichtreflexen, und wohl nur wenige Künstler malen so schöne Mondscheinlandschaften, als Stange. Seine Bilder sind äußerst wahr in der Färbung, lieblich im Ton und meisterhaft in der Technik. In dem, was man Stimmung nennt,

findet einige unvergleichlich. Dann ist in seinen Gemälden auch

die Staffage von Bedeutung, theils aus dem Leben, theils dem ro- mantischen Mittelalter entnommen. Hie und da sind auch Thiere angebracht. Ein ausgezeichnet schönes, wundersam liebliches Bild-

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