Spitzweg, Carl, Maler, geb. zu München 1808, widmete sich an- fangs der Pharmazie und vollendete die dazu erforderlichen Uni- versitätsstudien. Allein Spitzweg fasste in der Folge eine grössere Lust zur Malerei, und gelangte hierin bald zu einem glück- lichen Resultate, obgleich er Lehrer und Schüler in einer Per- son vereinigte. Er pflegt mit Vorliebe das humoristische Genre in Verbindung mit der Landschaft. Seine Bilder finden grossen Beifall, indem sie mit so gemüthlicher Laune aufgefasst und so charakteristisch durchgeführt sind, dass sie den Beschauer unwill- kürlich für sich gewinnen. Dabei sind diese Gemälde auch fleissig vollendet und von lieblichem Farbenton. J. Bergmann lithogra- phirte ein solches unter dem Titel des Liebesbriefes, und ein zwei- tes, welches den Schulmeister in Aengsten vorstellt, wie er näm- lich über einen Steg geht, und vor dem Falle in Angst geräth. Ein ächt humoristisches Bild, 1845 vollendet, stellt einen Sonntagsjäger vor, der unter dem Baume seinen Imbiss verzehrt, während ihn das Reh furchtlos anblickt. Durch Ankauf der Kunst- vereine gingen viele seiner Werke in den Privatbesitz über. Die meisten sind in Norddeutschland , in Oesterreich, in Böhmen , am Rhein u. s. w. Auch die fliegenden Blätter von Braun und Schnell enthalten mehrere humoristische Scenen von Spitzweg.
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