Spiro, Eduard, Maler, geb. zu Pressburg um 1700, äusserte schon in früher Jugend entschiedene Anlage zur Kunst, so dass Graf Appony auf ihn aufmerksam wurde, der ihn zur weiteren Ausbil- dung nach Italien schickte. Jetzt widmete sich Spiro in Mailand einige Jahre den Studien, und begab er sich zu gleichem Zwecke nach Rom. Aus dieser Zeit stammen etliche meisterhafte Copien nach alten italienischen Meistern, welche ein genaues Ein- dringen in den Geist derselben beurkunden. Dann malte er auch mehrere Bilder eigener Composition, die in Ausdruck und Färbung
Spisani, Gabriele. 467 Unsere Bemerkungen finden. Eines derselben, in Rom gemalt, stellt die Vertreibung der Hagar vor, in sehr charakteristischen Gestalten, Später begab sich der Künstler in die Heimath zurück, und liess sich in Pressburg nieder, wo in den Kirchen historische Darstel- lungen, in Privatsammlungen Staffeleibilder und treffliche Porträts sich von ihm finden. Um 1835 befand sich der Künstler in Wien . Aus dieser Zeit stammt ein schönes Bild, welches Judith mit dem Kopfe des Holofernes vorstellt, Spisani s. Pisanelli.
- Spisani, Vincenzo, Maler, wird von Malvasia unter die Schüler des L. Pasinelli gezählt. Er lebte in Bologna . Spisni Adam, Maler zu Brüssel , stand um 1824 unter Leitung des berühmten Navez, und begab sich später zur weiteren Ausbil- dung nach Paris . Seine Werke tragen auch das Gepräge jener Schule. Es sind dies historische Darstellungen und Genrebilder in der modern-französischen Weise. Spitz, Johann Friedrich Carl, Maler, geb. zu Hanau 1813, machte seine Studien an der Akademie in München, und verlebte dasselbst mehrere Jahre in Ausübung der Kunst. Er widmete sich mit Glück der Historienmalerei, ohne das Genre auszuschliessen, und auch im Porträtfache leistet er Vorzügliches. Eines seiner Bilder hat Th. Driendl in München 1839 lithographirt. Es ist dies eine Allegorie auf die Amnestie des Kaisers Ferdinand von Oesterreich, eine schöne Composition. Die Lithographie ist dem Kaiser dedicirt, gr. hoch fol. ; Spitzel, Gabriel, Maler von Augsburg, war Schüler von Tobias Laub, und begab sich dann nach München, um unter Reish sich weiter auszubilden. In dieser Zeit copirte er mehrere Gemälde von Amigoni und malte auch mehrere Bildnisse, was er später in anderen Städten Deutschlands wiederholte. Es finden sich daher meistens Köpfe und Brustbilder von ihm, die oft sehr flüchtig, handwerksmäßig und trocken behandelt sind. Die letztere Zeit seines Lebens brachte er in Augsburg zu, wo er 1760 im 63. Jahre starb. ; Eine grosse Anzahl von Bildnissen dieses Künstlers wurden gestochen und geschabt, aber meistens solche von dunklen Män- nern. Sein eigenes stach J. J. Haid, fol. / Dann haben wir von G. Spitzel auch Blätter in schwar- zer Manier, an welchen seine Gattin, eine geborne Corvinus, Theil haben soll. Diese Künstlerin hat auch Bildnisse gemalt. Die Mezzotintoarbeiten sind nicht von grosser Bedeutung. Nur das Bildniss des Papstes ist schön behandelt und von guter Wir- kung, an welches sich jene der beiden Grafen und Wanner's schliessen. ;
Papst Benedikt XIII. zu Pferde segnend. Benedictus XII. Pontifex Maximus Ursinus Romanus natus D. 2 Februarii Anno MDCXLIX etc. Gabriel Spizel fec. et exc. Aug. Vind. Hauptblatt, gr. fol. Bei Weigel 3 Thl.
Friedrich Wilhelm Rex Borussiae. G. Spizel sculps. A. V. et excud. Geschabt und gefärbt, aber schlecht ausge- führt, fol.
Ludovicus Godofridus Comes ab Hohenlohe. G. Spitzel pinz, et sculps., fol.
F. G. A. Comes ab Wolfstein. Id. fec., fol.
J. C. Hertius, Rathsherr zu Augsburg, fol.
J. B. Gullmann, Kaufmann in Augsburg, fol.
Eine Folge von grossen Blättern, welche verschiedene Sce- nen im Inneren von Gebäuden vorstellen, meistens mit M. B. pinx. bezeichnet. Andere tragen die Adresse: Gabriel Spizel pinx sculps. et excud. Aug. Vind. Diese Blätter sind schwarz und ohne Wirkung.
Hans Wenzel, Maler, geb. zu Prag 1711, war Schüler von F. D. Barbieri, der sich einige Zeit zu Prag aufhielt, besuchte dann die Akademie in Wien, und liess sich nach einigen Jahren in Prag nieder, wo er sich durch Werke in Oel und Fresco einen rühmlichen Namen machte. In den Kirchen zu Grottau und zu Reichenberg sind Fresken von ihm, und in der Pfarrkirche zu Weipernitz sieht man eine Verklärung Christi in Oel von seiner Hand. In der dem Stifte Strahow gehörigen Residenz Hradischko malte er Scenen aus dem Leben des hl. Norbert und anderer Hei- ligen in Fresko.
Spitzer starb 1774 in Prag als Oberältester der Neustädter Ma- lerzunft. A. Birkhart stach nach ihm Christus, wie er die 5000 speiset: A. B. S. (A. Birckhart sculp.) H. S. i., 4.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_jE1QmVcKYywC/