Spielberg oder Spielberger, Johann

Spielberg oder Spielberger, Johann, Maler, wurde zu Düsseldorf geboren, und durch Unterstützung des Churfürsten Wolfgang Wilhelm von der Pfalz in den Stand gesetzt, sich der Kunst widmen zu können. Er malte schon früh das Bildniss die- ses Fürsten, welches so viel Beifall fand, dass derselbe den jungen Künstler an Rubens empfahl; allein Spilberger fand den Meister 1640 todt. Er trat daher in Amsterdam unter Leitung des Govaert Flinck, und machte sich da in kurzer Zeit sehr vortheilhaft bekannt, besonders durch Bildnisse angesehener Personen, worunter auch jenes des Bürgermeisters war. Dieser erteilte ihm dann den Auf- trag, die Schützengesellschaft in einem Gemälde darzustellen, wel- ches auf dem Rathhause seine Stelle fand, und mit Beifall betrachtet wurde. Nach siebenjährigem Aufenthalte in Amsterdam berief ihn der Churfürst- und Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm als Hofmaler , und nach dem 1653 erfolgten Tod desselben trat er in gleicher Eigen- schaft in Dienste des Churfürsten Philipp Wilhelm. Er malte die- sen Fürsten und seine Gemahlin Anna Catharina Constanzia, welche beide von Th. Matham gestochen wurden, so wie das Portrait des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm und seiner Gemahlin Catharina Charlotte. In der Gallerie zu Schleissheim ist das lebensgroße Bild eines Falkonier, der den Vogel füttert, während ein zweiter Vogel auf dem toten Reiger sitzt. In der Gallerie Lichtenstein zu Wien werden ihm zwei kleine Bildnisse eines Mannes und einer Frau in alterthümlicher Kleidung zugeschrieben, welche aber wahrscheinlich von dem älteren Künstler dieses Namens sind. Sein letztes Unterneh- men waren Darstellungen aus dem Leben und Leiden des Heilandes, die er nicht mehr vollendete. Diese Bilder könnten in Düsseldorf geblieben seyn. Dancerts stach nach ihm die Fortuna, welche über einen Schlafenden ihre Güter ausschüttet, und ein zweites Blatt, welches einen Knaben vorstellt, der am Brunnen Forellen isst. Von Ch. Matham haben wir ausser den oben genanten Für- stenportraits auch ein Bildniss des Pfarrers Stephan Cracht zu Amsterdam, ein schönes Folioblatt. Dieser Künstler starb zu Düsseldorf 1690. Er wird öfters mit dem Ungar J. Spillenberger verwechselt,

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