Spengler, Wolfgang und Sebastian, zwei sehr tüchtige Glas- maler zu Constanz, noch um 1653. Der erste verehrte dem Stadt- rath einen auf Glas gemalten Schild, die Arbeiten einer Münz- stätte vorstellend, und erhielt 50 fl. dafür. Diese Arbeit ist noch auf dem Rathhause vorhanden. Merkwürdig ist sie besonders auch deswegen, weil Spengler als Einfassung des Schildes die Wappen aller damaligen Magistratsmitglieder anbrachte. Sein Bruder Seba- stian lieferte eine in schwarz ausgeführte Kreuzigung, die eben- falls noch vorhanden ist. Diese kunstreichem Brüder haben ihrer Zeit sehr viele Arbeiten geliefert, die aber seit 30 Jahren ver- schwunden sind. Ein sehr übel verstandener Purismus hatte die gemalten Scheiben beinahe aus allen Kirchen vertrieben. Zu Con- stanz war besonders diese unverständige Geschmacksfeigerei seit Jan- uar schon besonders thätig, das alte ehrwürdige Münster von all- zu vielen Zeichen des Alterthums zu entkleiden, um es recht hell und freundlich zu machen. So lesen wir im Kunstblatt 1830.
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