Sparmann, Carl Christian

Sparmann, Carl Christian, Landschaftsmaler , geb. zu Meissen 1805, machte seine ersten Studien in der dafigen Zeichenschule unter dem berühmten Blumenmaler J. Samuel Arnold, und ging in seinem siebzehnten Jahre nach Dresden , wo Professor J. C. C. Dahl den talentvollen Jüngling in weiteren Unterricht nahm. Spar- mann machte reissende Fortschritte in der Landschaftsmalerei, und wurde daher schon 1824 einer Empfehlung an die Herzogin von St. Leu, ehemaligen Königin von Holland , für würdig befunden. Er wurde jetzt Zeichnungslehrer des Prinzen Louis Napoleon, verlebte den Sommer zu Arenenburg bei Constanz und den Win- ter in Rom . Mit Studien reich versehen kehrte er in die Heimath zurück, und verblieb da fast zwei Jahre, bis er wie- der die Schweiz besuchte, und auf einem wiederholten Ausflug nach Tirol die grossartige Natur jener Länder zum Studium machte. Die Gemälde aus jener und der späteren Zeit stellen daher gröss- tentheils imposante Gebirgsthäler vor, wie sich eingeeengte Bäche rauschend und schäumend über die Felsen stürzen , und das Son- nenlicht durch die hochgewachsenen Fichten und Tannen streift. Solche Effekte gelingen dem Künstler in vollem Maasse, und sie sind von ergreifender Wahrheit. Dann hat er auch die ruhigen Seen mit den malerischen Gebirgsmassen mit feinem Sinne erfasst, in poetischer Naturanschauung ohne Sentimentalität. Eine an- dere Anzahl von Bildern sind der Heimath entnommen, in wel- chen es ihn wieder zu majestätischen Eichen, an Felsen, Wasser- fällen und ruheathmende Plätze zog, wo sich seine poetische Stim- mung am glücklichsten kund gibt. Der Künstler bedarf aber nicht gerade mächtiger Naturformen, er weiss auch der kärglicheren Lage eine poetische Seite abzugewinnen. So malte er 1843 ein Bild aus der Haide bei Dresden, welches von grosser Wirkung ist, und als das beste Gemälde des Künstlers erklärt wurde. Das Gewitter ist verübergegangen und die Sonne beleuchtet einige Stellen des Waldes. Der sächsische Kunstverein hat dieses Bild angekauft. Ein anderes vorzügliches Gemälde, welches 1844 angekauft wurde, stellt eine Gegend bei Dessau dar, grosse majestätische Eichen am Rande eines Sumpfes. Die Technik seiner Gemälde ist immer vollendet, so dass man diesen Künstler zu den vorzüglichsten deut- schen Meistern seines Faches zählen muss. Eine seiner Ansichten aus der Schweiz ist durch den Stich von L. Schulze bekannt, näm- lich die Ansicht der Wetterhörner, im Besitze des Inspektors En- delmann in Dresden. Es ist dies eines der Blätter des sächsischen Kunstvereins, gr. fol.

Sparrgreen, s. Spargreen.

Sparvier, s. Sparvier.

Landschaft, nach Wouvermans radirt.

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