Soyer, N.

Soyer, N., Bildhauer und Giesser, bildete sich in Paris zum Künst- ler heran, und ging dann als königlicher Pensionär nach Rom . Er copirte da einige antike Bildwerke, deren er später in Bronze goss, so wie überhaupt Soyer mehr als Erzgießer bekannt ist. Er richtete nach seiner Rückkehr aus Italien eine Giesserei ein, und verband sich zu diesem Zwecke mit Inge, mit welchem er eine Bronzefabrik betrieb, aus welcher zahlreiche Werke hervorgingen. Wir erwähnen darunter die Büste des Jupiter Serapis, die Büsten des olympischen Jupiter und des Marcus Brutus, alle nach der Antike. Dann goss er die Büste einer Schlafenden, nach Matte, eine des Herzogs von Hamilton nach Campbell, des Papstes Pius XII, die Statue des Amor von Chaudet, für das Schloss in Compiègne; die Statue Heinrich IV. von Bosio, für den König in Silber ausgeführt; die Statue des Moses von Michel Angelo, und viele kleinere Bronzewerke. Hierauf goss er im Auftrage der k. Regierung die 12 F. 6 Z. hohe Statue des hl. Stanislaus in Erz, und 1836 das colossale Standbild der Juliussäule, so wie 1830 das Kapitäl derselben, der grösste Guss in einem Stück, der bis dahin in Paris zu Stande kam. Hierauf unternahm er den Guss der Statue Gutenberg's nach David's Modell, jetzt in Strassburg aufgestellt. In Laval steht die von ihm nach David's Modell gegossene Statue des berühmten Wundarztes Ambroise Paré. Zu seinen neuen- sten Werken gehört auch das Denkmal des Marschall Brune in seiner Vaterstadt Brives, die Statue Molière's für dessen Monu- ment in der Rue Richelieu und jene von Duquesne, 1844 auf- gestellt.

Dann machte Soyer auch schon frühe galvanoplastische Ver- suche. König Ludwig von Bayern erhielt 1841 eine Turmkrone, die durch dieses Verfahren mit Erz überzogen ist.

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