Soubeyran, Peter

Soubeyran, Peter, Zeichner, Maler, Architekt und Kupferstecher , wurde 1607 zu Genf geboren, wo sich sein Vater, ein Schlosser aus Languedoc, niedergelassen hatte. Er sollte sich ebenfalls dem

Ohne Mittel wie er war, blieb er sich anfangs selbst überlassen, endlich aber ertheilte ihm Gardelle sen. regelmässigen Unterricht, und zuletzt fand er durch den Syndicus Burlamaqui auch Unter- stützung zu einer Reise nach Paris . Soubeyran blieb an 20 Jahre in dieser Stadt, und stach da mehrere Blätter, die einen Schüler

des berühmten G. F. Schmidt verrathen. Er fasste neben anderm

ebenfälls sehr erfahren, so wie er ü

mit M. Liotard den Plan zum Stiche der Gemälde des E. le Sueur in der Carthause zu Paris, welche das Leben des hl. Bruno vor- stellen; allein das Unternehmen hatte keinen Fortgang. Ferner wendete er auch dem Farbendrucke seine Aufmerksamkeit zu, wo- rauf ihn G. d'Agoty's Versuche führten, die ihm nicht genügten. Diese Kunstweise verdankt ihm auch einige Verbesserungen. Ferner machte Soubeyran auch viele Studien und Zeichnungen zum Unter- richte, da er Willens war, in Genf eine Schule zu gründen, die nach seiner um 1750 erfolgten Rückkehr auch ins Leben trat und Vorzügliches leistete. Soubeyran war Lehrer und oberster Leiter. Der Plan ist durch ein gedrucktes »Mémoire sur les Etudes préli-minaires aux artistes de Geneve» bekannt, und Füssly gibt es im Leben der besten Schweizer Künstler in Uebersetzung. Die letzte- ren Jahre seines Lebens nahm daher die Sorge für den Unterricht in Anspruch. Überdiess fertigte er mehrere Pläne zu Gebäuden der Stadt und ihrer Verschönerung. In der Geometrie war er

überhaupt zu den geschicktesten. Männern seines Faches gehörte. Im Jahre 1775 starb dieser Künstler.

  1. Petrus Magnus Russ., Imp. Pater Patriae, halbe Figur, nach Caravac 1743; gr. fol.

  2. Gottf. Wilh. von Leibnitz, kl. fol.

  3. Die Bekehrung des heil. Bruno, auf welche eine Predigt wirkte, nach E. le Sueur. Eines der Hauptblätter, gr. fol.

  4. Iris, nach eigener Zeichnung, kl. fol.

  5. La belle Villageoise, nach Boucher, gr. fol.

Dies ist das Gegenstück zur schönen Köchin von Aveline.

Beide gehören zu den vorzüglichsten Blättern nach Boucher.

  1. Eine junge Frau vor dem Spiegel, welchen ihr Amor zum Kopfputz reicht, halbe Figur nach Ch. Natoire, kl. fol.

  2. Vier und zwanzig Kleine Blätter mit Offizieren im Dienste des Bohnenkönigs, unter jeder Darstellung vier franz. Verse. Nach A. Bosse, auf einer Platte gestochen.

  3. Ein Reitergefecht, nach einer Skizze von H. Verschuring für Basan's Werk radirt, kl. qu. fol.

  4. Zweiß Landschaften mit Hütten, nach H. Verschuring, kl. fol.

  5. Eine Folge von 6 Landschaften nach leichten Entwürfen von L. van Uden: Vanude inv. Soubeyran fec. Paris chez Chereau, qu. 8.

  6. Das Wappen der Stadt Paris mit zwei Genien, nach einer Sculptur von Bouchardon, fol.

  7. Ein Laubwerk mit dem Tod auf Wolken, welcher das Wap- pen des Dauphin hält, nach Cochin jun.

  8. Die Vignetten in A. Pope's Essai sur l'homme, trad. par M. S. Lausanne 1745. Schöne Ausgabe in 12.

  9. Eine Vignette für ein Werk über Perspektive, nach demselben.

  10. Verschiedene andere Vignetten nach Cochin, für Gelegen- heitschriften.

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