SOSO, Mosaikarbeiter von Pergamum, lebte zu einer Zeit, in wel- cher die Malerei nach allen Richtungen hin sich bewegte, und be- sonders dem ausgearteten Luxus der Grossen dienen musste. Es hatte sich zur Zeit Alexanders des Grossen und seiner Nachfolger eine förmliche Genremalerei gebildet, die sich selbst in niedriger Sinnlichkeit gefiel. Eine immer leichtere Decorationsmalerei zog in die Paläste der Grossen ein, und selbst die Fussböden verlangten den Schmuck der Malerei . Dadurch entstand die Mosaik, welche nicht nur in Ornamenten, sondern bald auch in grossen Helden-
vaticanischen Museum zu Rom, Mus. Capitolin. IV 690. Früher glaubte man, es sei dies dasselbe Mosaik, welchen Plinius erwähnt, und der Kaiser Hadrian habe selbes von Pergamum nach Tivoli ge- bracht. Der frühere Besitzer war der Cardinal Furietti, dem wir ein lateinisches Werk über die Mosaiken verdanken. Nach dessen Tod kaufte es Clemens XI für das Mus. Capitolino.
Ob Sosos auch grössere Compositionen in Mosaik ausgeführt habe, ist bis jetzt noch nicht ausgemacht, wenn man dies auch von einem solchen namhaften Künstler vermuthen könnte. Im Jahre 1831 fand man im Hause des Faun zu Pompeji ein aus Mar- morstückchen zusammengesetztes Schlachtbild von feindseliger, bei- nahe tumultuarischer Composition. Es stellt eine Alexanderschlacht vor, vermuthlich die von Issos, (Curtius III. 27.) Mus. Borb. VI 36 — 45. Das Kunstblatt 1832 Nro. 100 gibt darüber Nachricht, es ist aber nicht als Werk des Sosos angesehen. Dagegen will Luigi Vescovoli in einem Briefe der Literary gazette 1833 S. 345 in einem damals auf dem Gebiete von Volsinii zwischen den Thoren S. Sebastiano und S. Paolo gelegenen Weinberg aufge- fundenen Mosaik eine Copie nach Sosos erkennen. Es ist aus farbigen Glas- und Mosaikstückchen zusammengesetzt und mit folgender Inschrift versehen: HERAKLETOI HPIAZATOS. Ves- covoli meint, das Wort Herakleotai könne nur von einem Copisten gebraucht werden.
Sosos oder SOSIS, nennt R. Rochette in einer Lettre a Mr. le duc de Luynes einen sicilianischen Stempelschneider.
Giovanni Battista, Kupferstecher von Valdagno, war in Mailand Schüler von G. Longhi, und gelangte in kurzer Zeit zu einer bedeutenden Stufe von Vollkommenheit. Im Jahre 1843 erhielt er den Preis der Akademie in Mailand, und zwar durch den schö- nen Stich nach einem berühmten Gemälde von Hayez.
- Madonna col Bambino dormiente, nach Sasso Ferrato, fol.
- La Bersabea che esce dal bagno, nach Hayez, fol.
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