Sornigue, Dominique

Sornigue, Dominique, Zeichner und Kupferstecher , war Schüler von C. Simonneau, und einer der besten Künstler seiner Zeit. Es finden sich viele Blätter von seiner Hand, die mit Einsicht und Leichtigkeit behandelt sind, ohne jedoch den Werken der früheren französischen Stecherschule gleich zu kommen. Darunter machen

  1. Armand Jean du Plessis, Cardinal du Richelieu, nach Nan- teuil, für Odieuvre, 8.

  2. Jean Louis de Nogaret, Duc Despernon, nach demselben, 8.

  3. Moriz von Sachsen, Marschal von Frankreich , nach H. Ri- gaud, für Odieuvre's Folge, 8.

  4. Nicolas Mesnager, Bevollmächtigter beim Friedensschlusse in Utrecht , nach Rigaud für Odieuvre,'8.

  5. Louis de Bourbon, Comte de Vermandois, Admiral von Frank- reich, nach Mignard, für Odieuvre, 8.

  6. Clement Marot, Cammerdiener des Königs Franz I., halbe Figur im Oval, nach H. Holbein, 8.

  7. Jean Bapt. de Santeuil, Chanoine de St. Victor, nach Dumou- lin, 8; für Odieuvre, 8,

  8. Charles de la Fosse, Maler, nach H. Rigaud, für Odieuvre's Folge, 8.

  9. Die Künstlerbildnisse für die Vies des peintres von Descamps, nach den Zeichnungen von C. Eisen, an 20 kleine Porträto von schöner Behandlung.

  10. Das Urtheil Salomon's, nach P. J. Cazes, fol.

  11. Joseph und Putiphar's Weib, nach einem Bilde von C. Angu- nani in Dresden , (Copie nach J. Frey), fol.

  12. Die hl. Jungfrau, nach J. Chevallier, fol.

  13. Die hl. Jungfrau, nach einer Statue von Bouchardon, fol.

  14. Le Parnasse français, nach einem grossen Bronzerehett von L. Gamer, welches die Bildnisse der berühmtesten französi- schen Dichter und Musiker vorstellt, 8.

  15. Der Raub der Sabinerinnen, nach L. Giordano mit Gmllard für das Dresdner Gallerie - Werk gestochen. Beauvarlet, hat das edlere Bild im französischen Museum gestochen, und soll den Stich Sornigue's vollendet haben, wie man an den findet, wenn nicht eher eine Verwechslung beiderster statt findet.

  16. Aktäon in einen Hirsch verwandelt, nach Boulogne, qu. fol.

  17. Diane au lit, nach Correggio, qu. fol. Es ist diess der Tite]l eines Blattes, welches die Danae des genannten Malers vorstellt.

  18. Diane endormie, nach demselben, qu. fol. Diese beiden Blätter gehören zu den besten des Meisters.

  19. Der schwimmende Amor, qu. fol.

  20. Europa sitzend auf dem Throne, unter der Gestalt der Mi- nerve. Titelblatt, nach C. Eisen, kl. fol.

  21. La colloque de Poissy en 1560, qu. fol.

  22. Le massacre de Vassy en 1562, qu. fol.

  23. L'entrée de Henry IV. dans Paris en 1594, qu. fol.

  24. Les delices de la Tabagie, nach Teniers, kl. fol.

  25. La Coiffeuse, nach E. Jeaurat, das Gegenstück von Balechou's Couturiere, fol.

  26. Le jeune Symphoniste, nach Jeaurat, fol.

  27. La chose impossible, nach J. le Lorrain. Scene aus; Lafon- taine's Erzählungen, qu. fol.

  28. La ratisseuse, nach Jeaurat, fol.

  29. Acht Vignetten für L'Histoire de St. Louis, nach Gravelot von Sorique und Le Mire gestochen.

  30. Ein Paar Vignetten für die Histoire des Voyages de Prevost, die andern von Tardieu und Fessard.

  31. Verschiedene andere Vignetten, theils radirt, theils gestochen. Sori, Pietro, Maler von S. Gusme im Sienesischen, war Schüler von V. Salimbene, bis er mit Dom. Passigiano, seinem Schwieger- vater, nach Venedig sich begab, wo jetzt die Werke des Paolo Ve- ronese der Gegenstand seines eifrigen Studiums waren. Er war längere Zeit Gehilfe Passignano's, und was er in dieser Zeit malte, trägt ganz das Gepräge der Kunstweise dieses Meisters, den er in der Zeichnung und in Gediegenheit der Färbung noch über- traf. Zu Siena sind wenig Werke von Sori. In S. Quirico ist ein Engelsturz in Fresco, und ein Bild in Oel bewahrt die Con- fraternita di S. Bastiano. Im Dome zu Pisa ist ein grosses Ge- mälde, welche die Einweihung dieser Basilica vorstellt. Ein zweites Bild, Christus unter den Kirchenlehrern, erinnert an P. Veronese's feine Weise. In den Palästen zu Genua waren von diesem Künstler ehedem viele Werke, sowohl historische Darstellungen als Landschaften. Dann fertigte er auch Zeichnungen zu Orna- menten und Arbeiten in Stucco. In der Carthause zu Pisa, in den Kirchen zu Genua, Lucca, Pavia, Mailand und besonders zu Flo- renz findet man noch hie und da ein Werk von ihm. Die letztere Zeit seines Lebens verlebte er in Siena, wo er aber fast alle Bil- der nach Spanien schickte. In Sammlungen werden auch Zeich- nungen von seiner Hand aufbewahrt. Eine solche besass in letz- terer Zeit Graf Sternberg-Manderscheid. Sie stellt Maria mit dem Leichnam des göttlichen Sohnes auf dem Schoosse dar; mit Bister getuscht und weiss gehoben. Im Cataloge der Sammlung dieses Gra- fen wird der Verfertiger dieser geistreichen Zeichnung P. Sori genannt. Sori starb 1622 im 66. Jahre. Sein eigenhändiges Bildniss der Gallerie zu Florenz hat P. A. Pazzi gestochen. Auch bei So- ri kommt es vor, Den Engelsturz in S. Quirico zu Siena hat Ravenet für die Etruria pittrice gestochen. Sortieu, Jean, Lithograph zu Paris, ist durch verschiedene land- schaftliche Blätter bekannt. Solche sind neben anderen in der Voyage pittoresque dans le Grand-Duche de Baden, par le Baron de Montmart. Paris 1830, gr. 4. Sortini, C., Maler, blühte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhun- derts. G. Ottaviani stach nach ihm die heil. Francisca Fremiot von St. Franz von Sales in den Himmel eingeführt. Sosias, Vasenmaler, dessen Name durch ein Werk beglaubiget ist, welches als eines der vielen Denkmäler erkannt wird, die als Hoch- zeitgaben griechischen Brauches Männerkraft sowohl als Schönheit verherrlichen sollten. Es ist diess eine Schale, welche 1828 eine der Fundgruben Etruriens lieferte, und die, jetzt im Museum zu Berlin aufbewahrt, ihre Stelle in der Kunstgeschichte gefunden und die mythologische Kunsterklärung erhalten hat. Auf dem Bo- den des Gefässes ist Achilleus dargestellt, wie er mit der von Chi- ron erlernten Kunst den verwundeten Patroklos verbindet, und be zieht sich wahrscheinlich auf den ersten und erfolgreichen Kampf beider Helden, auf ihren Sieg über den Mysier Telephos und ihre gleichzeitige Rettung des geflohenen Griechenheeres, so dass wir

rerreicher Götterverein dargestellt, welcher verschiedene Erklärung

gefunden hat. Lenormant will die kosmischen Gottheiten erbli- cken, welcher bringt dieses Bild in Verbindung mit dem ersten, und hält es nach Ilias 4, 1, für eine dem Kampf der Helden zu- sehende Götterversammlung. O. Müller erblickt darin das Hoch- zeitsmahl des Peleus und der Thetis, der Eltern des Achilles, und eine hochzeitliche Beziehung erkennt auch Gerhard, welcher in seinem trefflichen Werke: Griechische und Etruskische Trinkscha- len des k. Museums zu Berlin, mit Hülfe einiger erst später auf- gefundenen Scherben die Bilder erklärt, und nach ihm ist diess auch im Kunstblatt 1842 Nr. 47 geschehen. Gerhard gibt diese Schale mit dem Bilderschmucke in Abbildung. Sie ist aber schon früher in den Monumenti inediti des archäologischen Institutes 1830, 24–25, abgebildet. |

Sosibios Bildhauer aus Athen, ist durch eine 2 F. 1 Z. hohe Mar-

mervase bekannt, die sich im Museum des Louvre befindet. Sie ist mit 8 Relieffiguren geschmückt, wovon 6 ein Opfer bieten, und die beiden anderen Merkur und Diana vorstellen. Diese beiden letzteren sind ganz im alten Typus gebildet, die anderen aber im ganz freien Style behandelt, von der wundervollsten Naivetät und Grazie. Waagen (K. u. K. in Paris S. 101) findet es nicht unm- wahrscheinlich, dass dieser Sosibios in der Zeit dem Phidias nahe stehe. In den Ornamenten, zumal des Simses, verräth diese Vase ganz den Geschmack der architektonischen Denkmale aus der Zeit des Phidias. Bouillon IM 79., Clarac pl. 120.

Sosicles, s. Sosicles.

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