Sompel, Pieter Van

Sompel, Pieter Van, auch Sompelen genannt, Kupferstecher , wurde um 1600 zu Antwerpen geboren, und von P. Soutman unterrichtet, was aus seinen Arbeiten zur Genüge erhellt. Er lieferte mehrere schöne Blätter, die in Zeichnung und Behandlung großes Lob verdienen. Er bediente sich öfters der Nadel in Verbindung mit dem Grabstichel, und im Nackten wendete er Punkte an, wodurch er eine grosse Zartheit erreichte, wie in dem Blatte mit den Jün- gern in Ölmalerei nach Rubens, welches fast einer getuschten Zeich- nung gleicht. Er verstand es überhaupt, seinen Blättern Farbe zu geben, aber über seinem Streben nach sanften gefälligen Ueber- gängen verlor er die starken kräftigen Massen in den Bildern ei- nes Rubens und Van Dyck aus den Augen, was bei der Breite der Urbilder als Mangel erscheint. Abgesehen davon sind aber seine Blätter sehr gefällig, und sie finden desswegen immerhin Verehrer, besonders jene nach den genannten Meistern.

1 — 11) Die Bildnisse der deutschen Kaiser, gewöhnlich dem schönen Werke des C. Visscher beigebunden, den Bildnissen der Grafen von Holland in zweiter Ausgabe. Diese hat kei- nen Text und folgenden abgekürzten Titel: Principes Hol- landiae et Westfrisiae, ab anno Christi DCCCXLII. etc. Die Folge der Kaiserprofile hat folgenden Dedications- Titel: Imperator Augustissime, Majores exos ad aram Maje- statis etc. P. Soutman Inv. Effig. et Excud. Venient Am- stelodami apud Fred. de Wit. 14 Bildnisse, von Sompel, Suy- dorp und J. Brouwer, Jedes mit F. de Wits Adresse, gr. fol.

  1. Adolphus Nassovius Rom. Imperator.
  2. Rudolphus I. Comes Habsburgensis,
  3. Albertus I.
  4. Friedericus IV.
  5. Maximilianus I.
  6. Ferdinandus I.
  7. Maximilianus II.
  8. Rudolphus II.
  9. Matthias I.
  10. Ferdinandus II.
  1. Gasto Dux Aurelianensis, Ludovici XII frater. Nach A. van Dyck, in Einfassung von Blumen und Früchten. P. v. Sompel sc. et exc. gr. fol.

  2. Margaretha Conjux Gastonis etc. Nach van Dyck, in ähn- licher Einfassung, gr. fol.

  3. Ferdinandus Philippi IV. Frater, Hispaniarum Infans et Car- dinalis, nach van Dyck, in Einfassung von Blumen und Früchten. Ohne Namen Sompel's, mit Moncornet's Adresse.

  4. Isabella Clara Eugenia, Conjux Alberti Hispaniarum Infans, als Nonne, nach v. Dyck, in ähnlicher Einfassung, gr. fol.

  5. Maria de Medicis Franciae Regina. Conjux Henrici IV. Nach v. Dyck, in einer Einfassung von Blumen. P. Soutman exc, Oval gr. fol.

  6. Philippus dictus Audax, Herzog von Burgund, nach J. van Eyck, in einer verzierten Einfassung von P. Soutman, fol.

  7. Philippus Nassovius, Princeps Auriacus. P. Soutman inv. ef- figiavit et exc, C. P. P. v. Somp. sculp. gr. fol.

  8. Henricus Comes Nassovius, nach demselben in ähnlicher Einfassung, gr. fol.

  9. Friedrich Heinrich von Nassau, Prinz von Oranien, nach G. Honthorst, gr. fol.

  10. Effigies Paracelsi Medici celeberrimi. Mit einer Pelzmütze und einer Medaille auf der Brust. Aedura fortis — — solvet favilla. P. P. Rubens inv. P. van Sompel sculpsit. H. 9 Z. 11 L., Br. 7 Z. 8 L.

I. Mit obiger Schrift. II. Mit der Adresse: P. Soutman invenit et excudit, an der Stelle, wo früher Rubens' Name stand.

  1. Erichthonius im Korbe, welchen die Töchter des Cecrops öffnen, nach Rubens. Ora Myron Lysippus etc. P. van Som- pel sc. Soutman excud., C. P. gr. qu. fol.

Dabei ist zu bemerken, dass die Adresse beim dritten Drucke wieder ausgeschliffen wurde. I. Vor der Adresse von Soutman. II. Mit derselben. III. Mit G. Valck's Adresse.

  1. Ixion von Juno betrogen, links im Olymp Jupiter. Nach Rubens, mit Dedication an Martin van der Huvel. P. van Sompel sculp., qu. fol.

I. Die obigen Abdrücke. II. P. van Sompel sculpsit. P. Soutman excud. III. Ohne Soutman's Adresse.

  1. Christus am Kreuze, die Einfassung oben rund. Nach Ru- bens. P. van Sompelen sculp. P. Soutman ex. C. P. gr. fol. Die späteren Abdrücke haben Huberti's Adresse.

  2. Christus bei den Jüngern in Emaus, dabei eine alte Frau mit dem Glase, P. P. Rubens pinxit. P. Soutman Effgiavit et excud. cum privil. P. van Sompelen sculps, 1643. fol.

Die zweiten Abdrücke haben die Adresse von G. Valk, die dritten jene von C. de Jonghe.

Sömpelen, s. P. van Sompel.

Sompini » s. Zampini.

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