Snayers, Pieter

Snayers, Pieter, Maler, geb. zu Antwerpen 1603, war Schüler von H. van Balen, und ein in Theorie und Praxis höchst ehrenwerther Künstler. Er war in allen Theilen der Malerei geschickt, malte Portraits, Historien, Genrebilder , und besonderer Ruhm erwarben ihm die Landschaften und Schlachtgemälde, welche mit Fleiss ausgeführt und von grosser Klarheit sind. Seine Arbeiten wur- den daher selbst von Rubens und van Dyck gerühmt, da sie auch

In der Gallerie zu Schleissheim ist von ihm ein grosses Bild, welches die Schlacht am weissen Berge 1620 vorstellt, wo Maxi- milian I. gegen die böhmisch-ungarische Armee des Churfürsten Friedrich V. von der Pfalz siegte. Ein zweites Bild dieser Samm- Jung schildert eine Schlacht zwischen den Spaniern und Hollän- dern; ebenfalls in grossem Formate. In der Pinakothek zu Mün- chen ist der Sieg Heinrichs IV. über den Herzog von Mayence bei St. Martin d'Eglise, der König zu Pferd mit Sully, in halber Lebens- grösse. Dieses Bild wird im Cataloge von Dillis dem van Dyck und Jan Sneyders zugeschrieben, letzterer hat aber keinen Theil daran.

In der Gallerie zu Dresden sind zwei kleine, ächte landschaft- liche Gemälde von Snayers, eine Waldgegend mit Hohlweg, wo Reisende von Räubern geplündert werden, im Angesichte von Gal- len und Rad auf dem Hügel; Reisende in einer Landschaft von Festungswerken angefallen und geplündert. Ein drittes Bild dieser Samm- lung ist zweifelhaft. Es ist eine Waldgegend, wo ein Wagen mit Reisenden durch's Wasser fährt.

In der Gallerie des k. Museums zu Berlin ist ein kleines land- schaftliches Gemälde von Snayers, mit Reisenden an dem zwischen Gebüsch bewachsenen Erdhügel sich ausbreitenden Wasser, bezeichnet: Peeter Snayers, C. J. pictor. In der Gallerie zu Pommersfelden sieht man eine Landschaft mit Soldaten auf dem Vorposten.

Uebrigens kommen noch mehrere andere Bilder in Sammlun- gen vor, die theilweise ächt sind, während andere ohne Grund seinen Namen tragen. Auch mit Snyders oder Sneyers wird er ver- wechselt. Das Todesjahr dieses Meisters wird nicht genannt. Es erfolgte nach 1662. Van Dyck hat sein Bildniss gemalt, und A. Stock es gestochen. C. Kaukerken hat es in kleinerem Formate gestochen. Th. van Kessels hat sechs schöne Bilder nach ihm ra- dirt: Kämpfe zwischen Reiterei und Fussvolk in lebendigen Com- positionen. Auf einem derselben, mit tartarischen Reitern, hat der Meister die Bekehrung des Saulus angebracht. Auch Prenner hat vier Blätter nach ihm gestochen, wahrscheinlich nach Gemälden der Gallerie in Wien.

Dann gibt es auch ein radirtes Blatt, welches einige dem P. Snayers, andere dem D. Ryckaert und dem J. Steen beilegen. Es

Dieses Blatt ist schlecht geätzt, und im ersten Drucke vor der Einfassung. R. Weigel (Suppléments au Peintre-graveur p. 175) erkennt darin den Geschmack des T. Wyck.

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