Smilis, einer der ältesten griechischen Bildhauer, aus der Zeit, in welcher die Holzschnitzer ihre Kunst in Familien und Geschlechtern übten, so daß der Name Dädalus die Tätigkeit der attischen und cretischen, der Name Smilis (von αἰγίς) jene der äginetischen Bildner bezeichnet. Er war nach Pausanias der Sohn des Eukli- des, der in die Zeit des Dädalus hinaufgerückt wird, was aber nur dahin zu erklären ist, daß er wahrscheinlich nur eine allegorische Person, so wie Smilis, noch in der alten Schule gebildet wurde. Smilis erscheint unter König Procles, der nach O. Müller, Aegineten p. 58 zur Zeit der jonischen Wanderung von Doriphontes vertrie- ben war und Samos einnahm, 140 Jahre nach der Zerstörung von Troja , 1044 Jahre v. Chr. Damals hatten die äginetischen Holz- bildner schon einen merklichen Schritt in der Kunstbildung ge- than; denn Smilis wird als Verfertiger des Bildes der Hera in Samos genannt, welche zur Zeit des Procles eine Bildsäule wurde, caryatides, wie Clemens von Alexandrien Protr. IV. S. 40 benachrichtigt. Smilis fertigte auch das Bild der argivischen Hera , beide aus Holz geschnitzt, und nach menschlicher Weise bedient und besorgt. Vgl. O. Müller Arch. p. 60. Im Heräum zu Olympia, dessen Bau schon vor Oxylos, dem Vater des Actaeus und Lysias und dem Heerführer der Dorier nach dem Peloponnes fällt, waren die Horen auf dem Throne, welche nach Pausanias von dem Aegineten Euklios gefertigt wurden. Unter diesem un- ter griechischen Emilos erkannte die Kritik (Thiersch Epochen S. 45) den Smilis, welchen Pausanias an einer anderen Stelle selbst nach Olympia kommen läßt.
Dann nennt Plinius als Erbauer des Labyrinths auf Lemnos einen Smilus, wahrscheinlich als älteren neben Rhoedus und Theo- dorus, und somit kommen wir mit gewaltigem Sprunge in die Zeit um Ol. 40. (617 v. Chr.), da man unter diesem Smilus den Aegineten Smilis und unter Rhoedus den Rhoecus erkennt. Einige haben einen jüngeren Smilis angenommen, der demnach um die Zeit der beginnenden Blüthe von Samos und Aegina zu setzen wäre, wogegen sich Thiersch erklärt, Epochen S. 34.
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