Skippe, John, Zeichner und Formschneider , ist ein würdiger Nach- folger des H. da Carpi, A. da Trento, A. M. Zenetti u. a. Mei- ster, kommt aber nur sehr selten in Sammlungen vor. Brulliot glaubt, Skippe sei ein Schüler von Jackson gewesen, was der Zeit nach gerade nicht unmöglich wäre, allein das Blatt mit der lesen- den Sibylle nach Michel Angelo belehrt uns eines anderen, Skippe dedicirt dasselbe einem Joh. Baptist Malchair «ad quo primum artis disciplinam hausit,» und daraus ersehen wir, dass dieser Mal- chair sein erster Lehrer in der Kunst gewesen, welcher aber in der Kunstgeschichte unsers Wissens ebenfalls unbekannt ist. Die ersten Arbeiten Skippe's fallen um 1770, und von dieser Zeit an schnitt er in Mussestunden verschiedene Blätter, die er schon 1781 zu einer Folge bestimmt zu haben scheint. Denn es existirt ein Titelblatt von jenem Jahre. Dieses stellt Mauerwerk vor, an wel- chem der Schädel eines Pferdes und die ausgespannte Haut mit folgender Inschrift sich befindet: Amicis suis necnon unicuique Artium elegantiorum Amatori Tabulas insequentes Ludentis Otii ligno incisas, dum Artem pene amissam restaurare conaretur, eorum favores et patrocinii studiosus, Dicat, Dedicat, Johannes Skippe ANNO MDCCCLXXXI. Handzeichn. von 3 Platten. H. 9 Z. 11 L., Br. 7 Z.
Ein vollständiges Exemplar dieses trefflichen Kunstdilettanten, als welchen wir ihn betrachten, kommt nur ausserordentlich selten vor. Ein solches besass aber in letzter Zeit der unermüdete For- scher R. Weigel und gibt nach diesem in seinem Kunstkataloge Nr. 11374 ein genues Verzeichniss der Blätter dieses Meisters. Dann findet sich von Skippe auch ein radirtes Blatt mit Aquatinta,
Das Todesjahr Skippe's ist nicht bekannt. Dem genannten Exemplare im Besitze R. Weigel's ist aber das Fragment eines Originalbriefes d. d. 8. April 1811 beigegeben. Das Blatt mit der Darstellung des verlorenen Sohnes nach S. Rosa trägt die Jahr- zahl 1800.
- Der Titel dieses Holzschnittwerkes, mit Mauerwerk, an wel-
chem der Schädel eines Pferdes und auf der ausgespanneten Haut sich folgende Inschrift befindet: Amicis suis necnon uni- cuique Artium legantiorum Amatori, Tabulas insequentes
‚ Ludentis Otii temporibus ligno incisas, Dum Artem pene
amissam restaurare conaretur, Eorum favores et Patrocinii studiosus, Dicat, Dedicat, Johannes Skippe MDCCLXXXI. Helldunkel von drei Platten. H. 9 Z. 11 L., Br. 7 Z. 4 L., 2) Die drei Engel vor dem links knieenden Abraham, unten Rechts zu Titianus in. Helldunkel von drei Platten. H. und Pr. 7 Z. 3) Loth und seine Töchter, gegen rechts gehend und vom Rü- cken gesehen. Vielleicht nach S. Rosa. Unten rechts JS 1809. Helldunkel von 3 Platten. H. 7 Z. 4 L., Br. 5 Z. 2 L. 4) Joseph von den Brüdern verkauft. Unten rechts: R. d'Ur- bino J. S. Scul. 1783. Helld. von 5 Platten. Unten auf einer besonderen Platte. Joanni Lane de Hospitio Lincoln: Arm. hoc observantias pignus, prout Amico debitum praestantis-
simo, libenter offert J. Skippe. H. 7 Z. 10 L., Br. 10 Z. 5 L., ohne Rand. 5) Die Verkündigung Mariä, rechts der Engel. Unten am Bet- tulte der Maria: Joanni Collins Amicia (?) ergo diu Stabilitis. Z. D. L. J. S. 1782. Cl. Obsc. von 3 Platten. H. 9 Z., Br. 7 Z. 6) Die Grablegung Christi, schöne Composition von 9 Figuren, Links: F. Parmegiano J. S. Scul. 1785. H. 7 Z. 7 L., Br. Z. 8 L.
Ein Apostel stehend nach rechts, in beiden Händen ein Buch haltend, anscheinlich nach Parmegiano. Oben links: Rev. J. Webb(?) Typum hunc D. D. J. S. Cl. Obs. von 3 Platten. H. 7 Z. 6 L., Er. 5 Z. 6 L.
Ein Apostel stehend im Profil nach rechts. Unten links verschlungen F. B. in JS. Helldunkel von 3 Platten. H. 7 Z. 6 L., Br. 4 Z. 6 L.
Der Evangelist Johannes mit Buch und Feder auf dem schwebenden Adler, nach rechts gerichtet, nach Parmeg- giano. Unten P. und JS. verschlungen 1771. Cl. Obsc. von 3 Platten. H. 7 Z. 2 L., Br. 5 Z. 8 L.
Dieselbe Darstellung, nur grösser und von der Gegenseite (nach links). Helldunkel von 3 Platten. Unten auf einer besonderen Platte: Joanni Symonds L. L. D. Historiae recen- tioris apud Cantab. Prof. Reg. Hanc Tabulam Timide, prout elegantiarum arbitro, Sed Amici nomine fidentior, Inscribi voluit Joannes Skippe. H. 11 Z. 9 L.
Ein auf Wolken schwebender Engel gegen links gewendet. Unten rechts: Ant. d'Allegri Opus. Cl. Obsc. von 5 Platten. H. 12 Z. 5 L., Br. 5 Z. 8 L.
Ein liegender an den Füßen gefesselter Heiliger. Oben links: Jac, Tintoret. J. S. Cl. Obsc. von 3 Platten. H. 6 Z. 4 L., Br. 8 Z. 9 L.
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Eine lesende Sibylle, gegen rechts, wo zwei Kinder sind, und ein architektonisches Fragment. In der Mitte: M. An- gelo Imp. JS Scul. 1782. Unten : Joanni Baptistae Malchair, a quo primum artis disciplinam hausit, hoc Exemplar ad opus M. Angeli, artificio qualicunque exactum, Optime merito gratus defert Joannes Skippe. Holzschnitt in braun auf röthliches Papier, H. 14 Z., Br. 9 Z. 3 L.
Die Charitas mit drei Kindern. Oben rechts undeutlich: Tabulam hanc ex Raphaelis .. caelatum Reginaldo Wyn- naldo ... testaretur DDJS, 1785. Links: Rafael inv. JS Scul. 1783. Helld. von 3 Platten. H. 10 Z. 10 L., Br. 6 Z. 6 L.
Der verlorne Sohn in einer Landschaft knieend gegen rechts gewendet. Unten rechts: S. Rosa 1806. Helld. von 3 Plat-
Der Evangelist Johannes mit der Schlange im Gefässe, stehend in ganzer Figur. Links: Henrico Hieron. de Salis S. R. J. Comiti Amico dilectissimo, Typum hunc ex F. Parmensis Scheda caelatum Joan. Skippe D. D. Helld. von 3 Platten, H. 10 Z. 4 L., Br. 5 Z. 9 L.
Der Apostel Petrus gegen rechts gewendet im Buche lesend. Rechts: P. del Vaga SJ. 1782. Helld. von 3 Platten. H. 8 Z., BL., Br. 5 Z. 2 L.
Der Apostel Paulus, stehende Figur. Optimo Amico Sum- moque Viro Jacobo Walwyn Typum hunc a Petri del Vaga Scheda caelatum Joan. Skippe D. D. 1782. Helld. von 3 Platten. H. 8 Z. 9 L., Br. 5 Z. 2 L.
Dieses Blatt ist in Rupprechts Catalog der Sammlung des Baron St. von Stengel erwähnt.
- Merkur spricht zu einem Krieger, welcher Orgel und Pfeil hält. Nach Parmeggiano. Oben nach rechts JS P. JS scul.
- Helld. von 3 Platten. Unten auf einer besonderen Platte: Tabulam hanc, ut observantiam et amicitiam suam in virum eximium testaretur, nomine Ben-Blayney. S. T. B. ornari voluit J. Skippe. H. 7 Z., Br. 5 Z. 3 L. ohne Unterrand.
- Mors und Merkur, nach F. Parmeggiano. Helld. von 3 Plat- ten, fol.
Dieses Blatt erwähnt R. Weigel in seinem Kunstkataloge Nro. 13921.
Eine Herme und eine Caryatide, zwei Darstellungen auf einem Blatte, auf jeder oben verschlungen RU (Raphael Urbinas). Helldunkel von zwei Platten. Höhe der ganzen Platte 6 Z. 3 L., Br. 6 Z. 10 L. Höhe der einzelnen Dar- stellungen 6 Z. 3 L., Br. 2 Z. 11 L.
Ein sitzender junger Mann, wie er die Rechte auf ein offe- nes Buch und die Linke über den Kopf legt. Oben rechts: Georgione Pinxit JS. caelavit 1783 Helldunkel von 3 Plat- ten. H. 7 Z. 3 L., Br. 5 Z. 8 L.
Zwei Männer tragen einen dritten auf den Schultern. Oben links: P. (Parmeggiano) JS. Cl. Obsc. von 3 Platten, H. 8 Z. 3 L., Br. 5 Z. 4 L.
Zwei Hirten und ein Knabe bei Gemäuer, im Grunde zwei andere Figuren. In der Mitte: Fran. Par. (mensis) Opus. J. S. Helld. von 3 Platten. H. 10 Z. 7 L., Br. 7 Z. 1
Ein sitzender nackter Mann mit gebundenen Armen wird von einem jüngeren Manne mit dem Mantel bedeckt. Auf einem Steine: Typum hunc ab Originali Scheda Bac. Ban- dinelli quae apud se extat. Joan Skippe in Ligno celavit, et in Amicitiae Monumentum Utudavit. Price D. 1782 D. Holzschnitt in braun auf röthliches Papier. H. 14 Z. 6 L.
Eine stehende weibliche Figur im Profil nach rechts. Oben: P. z. (l'Araeggiano) J. S. Heild. von 3 Platten. H. 6 Z., Br.
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- Morgenländische Landschaft mit einem Monument und einer Palme. Auch einen Kameeltreiber und andere Figuren be- merkt man. Mit dem Namen des Meisters. Radirt und mit Aquatinta, gr., qu. 8,
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