Sipmann, Gerhard

Sipmann, Gerhard, Zeichner und Maler, wurde 1700 in Düssel- dorf geboren, und an der Akademie daselbst von Professor The- Jott in der Zeichenkunst unterrichtet. Hierauf studirte er unter Leitung des Prof. Schäfer die Baukunst und Perspektive , bis er endlich 1814 nach München sich begab, um sich der Historien- malerei zu widmen, welche damals unter dem Direktor P. v. Langer gepflegt wurde. Seine ersten Arbeiten kamen 1817 zur Ausstellung, meistens Bildnisse in Oel, und eine Skizze mit Jesus und Johan- nes als Kinder. Im Jahre 1810 erschien von ihm in der Zeller' schen Kunsthandlung zu München ein lithographisches Werk, un- ter dem Titel: Studienköpfe nach Rafael zum Gebrauche für Kunst-

Im Jahre 1820 wurde der Künstler zum Professor der Zeichen- kunst am k. Cadetenkorps in München ernannt, was aber keines- wegs seinem bisherigen Streben ein Ziel setzte. Noch in demsel- ben Jahre malte er eine Charitas in Öel, und eine grössere Zeich- nung bietet reichen Stoff zur Verzierung eines Saales in Fresco. Es sind die Tageszeiten in verschiedenen Gruppen bildlich dar- gestellt, und durch Arabesken verbunden sieht man auch die Jahreszeiten in mannigfaltigen Formen, ein Werk voller bildli- cher Gedanken. Im Jahre 1840 brachte Sipmann den Plan und den Durchschnitt zu einer Kirche zur Ausstellung, mit Composi- tionen zu Frescomalereien. Das Hauptbild enthält in symbolischer Weise die Darstellung des Weltgerichtes. In anderen Räumen er- scheinen Moses, Jeremias, Matthäus und Johannes, und auch Christus ist dargestellt, wie er im Tempel lehret. In neuester Zeit wählte der Künstler Darstellungen aus Dante's Hölle, welche eine Folge bilden werden.

Dann haben wir von Sipmann auch ein Zeichnungswerk, unter folgendem Titel: Allgemeine Zeichnungsschule, 2 Hefte mit 40 Blät- tern, von Freymann lithographirt und mit Ton gedruckt, roy. fol. München 1839 und 40. Die dritte Abtheilung enthält in 20 Blät- tern die Anatomie für Künstler, mit Text. München 1841. Dazu gehört ein Anhang: Köpfe aus Münchner Kunstwerken (nach Cor- nelius, J. Schnorr, H. Hess u. A.) I. Heft in 12 Blättern, von Schö- ninger lithographirt. München 1842, gr. fol. Einen weiteren An- hang bilden die Naturstudien von Peter Hess. I. H. mit 10 Blät- tern in Tondruck, lith. von Freymann. München 1845, gr. fol.

Sirabousky soll ein russischer Maler heissen, nach welchem Payen 1806 das Bildniss des Kaisers Alexander I. gestochen hat.

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