Simonini, Francesco, Schlachtenmaler von Parma , war Schüler
von H. Spolverini, bis ihn F. Monti von Brescia in sein Haus
aufnahm, wo er mit Vorliebe sich der Schlachtenmalerei widmete.
In Florenz lernte er hierauf die Darstellungsweise des Bourguignon
kennen, wo er im Hause Piccolomini 24 Schlachtgemälde von die-
sem Meister vorfand, die er copirte, und so werth fand, dass er
von dieser Zeit an in der Weise desselben componirte und malte,
Bilder in Oel, als Zeichnungen, sie können aber mit jenen des Antonio Simoni, und mit jenen des Bourguignon verwechselt wer- den, was sicher schon oft geschehen ist, da jener Meister noch immer grösseres Gewicht hat, obgleich auch Simonini zu den gu- ten und geistreichen Künstlern gezählt werden muss.
Im Hause Capello zu Venedig, an der Brücke della Latte, malte er grosse Schlachten, welche den Saal, in welchem sie sind, berühmt machten. Simonini malte sie . lebte aber noch 1753 im 64. Jahre. In der Sammlung zu Leopoldskron, der berühmten Gallerie des Grafen Firmian, war das eigenhändige Bildniss dieses Meisters.
Mehrere Bilder dieses Meisters sind im Stiche vorhanden.
Cavalleristen bei einer alten Mauer.
Soldaten am Fusse einer Festung Karte spielend, beide Blätter von Zilotti radirt.
„Drei Cavallerie-Märsche, geistreich in Bourguignon's Manier componirt, und von M. Pelli radirt.
Drei grosse Blätter mit Schlachten und Zügen, gest. von Th. Viere und dem Herzog von Chablins dedicirt.
Truppenzüge und Cavalleriegefechte, sechs geistreiche Com- positionen von Wagner und Zuccarelli gestochen.
Mehrere Schlachten, nach Zeichnungen dieses Meisters von P. J. Palmieri gestochen.
Les Bandits italiens, und le Partage de la proie, beide von Vivares gestochen.
Ein Schiffchen, mit einigen Männern im Vorgrunde, Ex collect. Basan. Ohne Namen des Stechers, gr. fol.
Dann werden dem Meister selbst zwei geistreich radirte Blät- ter beigelegt, die aber ohne Namen vorkommen.
Eine Gruppe von zwölf Cavalleristen vor einem zur Linken gelegenen Stadtthore. Im Grunde sind Gebirge, gr. fol.
Ein Offizier zu Pferde rechts bei einer alten Mauer mit zwei anderen sprechend, die zu Fuss sind. Links auf einem Hü- gel sprengt ein Reiter heran, gr. fol.
Ein kleines Schlachtstück, von Gandellini als Simonini's eigenhändige Radirung bezeichnet.
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