Simbrecht, Mathias, Maler von München , bildete sich in Italien, und liess sich dann in Prag nieder, wo er 1667 in der Neustadt das Bürgerrecht erlangte, und später Mitglied und Vorstand der Maler-Confraternität wurde. Simbrecht hinterliess viele Werke im „Style der römischen Schule seiner Zeit. Dlabacz findet darin ein wertbes Studium der Natur und eine angenehme farische Färbung, so wie sie auch mit zartem Pinsel vollendet sind. In Zeichnung und Composition sind diese Bilder nach Dlabacz's Be- merkung zwar gesucht, und nicht angenehn und gefallig als hin- reissend. Was der genannte Schriftsteller darunter versteht, mögen andere untersuchen. Dann bemerken wir auch noch, dass Simb- recht in Böhmen Zimbrecht und Czymprecht genannt wurde. Im Jahre 1680 starb er an der Pest.
In den Kirchen zu Prag findet man mehrere Altarblätter von Simbrecht, die Dlabacz aufzählt. Zwei Darstellungen aus dem Leben der Maria, welche in der Marienkirche, sind jetzt in der Gallerie daselbst. In der Decanatskirche zu St. Bartolome in Celie war das durch Brand zerstörte Hochaltarblatt von seiner Hand, welches Schaller in seiner Topographie irrig dem Peter Braudel zuschreibt. Simbrecht malte auch viel für den Grafen Wenzel von Michna.,
Füssly erwähnt eines Simbrecht von Antwerpen , der in Italien und in Prag gearbeitet, und in seiner Vaterstadt im 70. Jahre ge- storben sei. Unter diesem Simbrecht scheint theils unser Künstler, theils Marcel Siebrecht zu verstehen seyn.
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