Siena, Luoa 'di Giov; da. — Siena , Matteo di.
in Erz goss, und die nach della Valle (Lett. San. 66) so weich und sorgfältig ausgeführt ist, als ware sie von Wachs. Am Sockel trägt sie die Inschrift: Laurentii Petri Pictoris alias Vec- chietta de Senis MCCCCLXVI pro sui devotiomne fecit hoc opus. Diese Statue ist auf dem Hauptaltare der Kirche des Ospedale 'della Scala, eine erhabene Gestalt in strengem edlem Stile. Dann gab Lorenzo dem Taufbecken in S. Giovanni zu Siena die letzte Vollendung, welches Donatello begann, und Jaco della Quercia und Lorenzo Ghiberti mit Basreliefs schmückten. Er fügte einige Bronzefiguren bei, die er aber nur nach dem Gusse des Do- nato vollendete. Vasari legt ihm ferner die Marmorstatuen der Apostelfürsten in der Loge der Bankbeamten bei. Dass ihm eine Statue des Paulus aufgetragen wurde, wissen wir durch Rumohr 31. 208, die von Vasari in der Loge genannten Statuen sollen aber von Antonio di Federigo seyn, so wie die neben ihnen befindli- chen der Heil. Ansanus und Victorius von Urbano da Cortona sind. Unbekannt blieb dem genannten Schriftsteller die liegende Erz- figur des Marianus Socinus, welche auf Kosten der Stadt Siena in S. Domenico daselbst niedergelegt wurde. Jetzt ist sie im Saale der modernen Bronzen zu Florenz. Sie ist in zwei Stücke gegossen, und scheint mit der Toga nach dem Leben geformt zu seyn.
Dass Lorenz di Piero auch Maler war, bestättigen ausser Va- sari auch die von diesem nicht erwähnten obigen Inschriften. Va- sari sagt, in der Pilgerherberge sei ein Bild in Farben von ihm, und über dem Thore von S. Giovanni hätte er Figuren in Fresco
gemalt. Das erstere dieser Bilder ist wahrscheinlich die von della Valle erwähnte Tafel mit der Madonna zwischen St. Peter und Pau- lus und zwei andere Heilige. Sie trägt die Inschrift: Opus Lau- rentii Petri alias Vecchietta ob suam devotionem. Das Colorit ist hart und die Zeichnung leblos. Eine andere Madonna mit Heili- gen, welche den Namen des Meisters und die Jahrzahl 1457 trägt, besitzt die Gallerie der Uffizj zu Florenz. In der Akademie zu Siena ist ein Gemälde, welches den heil. Bernhard von Siena vor- stellt, und ausserdem dürften sich nur wenige Gemälde von ihm finden.
Im k. Museum zu Berlin wird eine Geburt Christi mit dem
segnenden Gott Vater in der Luft, und der heil. Catharina von Siena im Grunde diesem Meister zugeschrieben, und ein zweites Bild mit Christus am Kreuze, und Maria und Johannes, beide auf Goldgrund in Tempera gemalt. Dann sieht man daselbst von Lo- renzo zwei Tafeln, wo auf jeder zwei Bilder in Rahmen erschei- nen. Sie enthalten Scenen aus dem Leben der heil. Catharina von Siena. Sie zeichnen sich durch eine gewisse Zierlichkeit und Fein- heit des Faltenwurfes aus.
Das Todesjahr dieses Meisters ist nach Vasari 1482; Ugurgieri in den Pompe Sauesi bestätiget dieses.
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