Siena, Lorenzo di Pietro da

Siena , Lorenzo di Pietro da, genannt Vecchietta, Maler, Bildhauer und Erzgiesser, wird von Vasari im Leben des Francesco di Giorgio da Siena erwähnt, ausführlichere Nachrichten gibt aber auch della Valle, Lett. San. III. 60 f. Dieser Schriftsteller zählt ihn zu der Malerfamilie Lorenzetti (s. Amb. und Piet. di Lorenzo), und Vasari sagt, dass er, vorerst ein berühmter Goldschmid, dann mit der Bildhauerei und mit Gussarbeiten sich befasst habe, worin er zu grosser Geschicklichkeit gelangte. Besonderen Ruf erwarb ihm nach Vasari der eherne Tabernakel mit Marmorverzierungen im Dome zu Siena, welchen della Valle genau beschreibt. Dieses vortrefliche Werk trägt die Inschrift: Opus Laurentii Petri pictoris alias Vecchietta de Senis MCCCCLXXI. Er be- gann 1465 die Arbeit, und erhielt dafür aus der Casse des grossen

ospitals 1150 Gulden, da der Tabernakel ursprünglich in der Spi- talkirche war. Die Versetzung in den Dom könnte noch zu Leb- zeiten des Meisters geschehen seyn, vielleicht durch Francesco di Giorgio, der selbst zwei Engel an dem Tabernakel gefertigt hat. Dem Vecchietta gehört eigentlich nur das ganz aus Bronze gear- beitete Ciborium. Die Marmorverzierung des Altares, welche ihm Vasari ebenfalls beizulegen scheint, ward erst 15536 hergestellt, wie wir diess aus den Lett. Sen. III. 61. wissen. Dann erwähnt Vasari auch die lebensgrosse nackte Gestalt eines Christus mit dem Kreuze, welche er für die Capelle der sienesischen Maler modellirte, und

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