Siegert, Carl August. — Siegewitz, Joh. Albr. kund gibt, so wie er auch durch glänzende Lichteffekte auf den Beschauer zu seinen Gunsten wirkte. Seine Gemälde sind unter Italiens und Siciliens klarem Himmel entworfen. Im Kunstblatte von heisst es, man bewundere unwillkürlich das durchschei- nende Sonnenlicht in den Orangenhainen, 'den Silberglanz der Oli- ven, das Dunkel der Cypressen, die goldenen Säume der Wolken und fernen Gebirge, die Klarheit des Meeres, das Duftige der im Schatten liegenden Wiesen und Schluchten, im Gegensatze des brennenden Sonnenscheines der kahlen Felsen, und die Ueppigkeit der ganzen Vegetation, ohne dass nur irgend etwas die allgemeine Harmonie Störendes hervorträte. Man glaubte, dass sich seine Land- schaften von den meisten älteren durch das unverkennbare Streben, den Tag mit seiner vollen Lichtwirkung darzustellen, sehr vortheil- haft unterscheiden. Besonderen Ruf erwarben ihm auch seine Dio- ramen, welche in einer Größe von 22 auf 32 Fuss vollkommen ausgeführte Oelgemälde sind, ohne transparente Behandlung und irgend eine andere mechanische Hülfe. Als besonders ausgezeich- net fand man das Panorama des Aetna .
Siegert malte auch nach seiner Rückkehr aus Italien noch im- mer Landschaften, die als Bilder von großer Lieblichkeit bezeich- net wurden. Er zierte sie mit Architektur und mit passenden Fi- guren aus. Auch Gebirgsansichten mit Schluchten und Seen findet man aus dieser Zeit. Auf der Berliner Kunstausstellung von 1832 sah man von ihm eine Ansicht des Golfs von Palermo, des Camal- duler Klosters im oberen Arnothale, der Republik San Marino und eine Aussicht von der Villa Sommariva am Comer-See.
Von seinen früheren historischen Bildern finden wir beson- ders eines erwähnt, welches die Disputation des Dominikaner Carlo Bronte mit dem Jesuiten Peter Lellisius über den Metus Gehenna vorstellt. Dann malte Siegert auch viele Bildnisse, dar- unter ein solches des Fürsten Blücher mit allen seinen Orden in riesenhafter Grösse.
Dieser Künstler war Professor der Malerei und Zeichenkunst an der Universität in Breslau. C. Kouschwitz lithographirte nach ihm ein grosses Blatt, eine Wahrsagerin unter den Slaven vorstellend.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_LMQ-AAAAcAAJ