Sicardi, Luca

Sicardi, Luca, Zeichner und Maler, geb. zu Avignon um 1746, bildete sich in Paris zum Künstler heran, und gelangte zu grossem Rufe, den er sich vornehmlich durch seine humoristischen Genre- bilder erwarb. Er malte auch Bildnisse und andere Darstellungen in Oel und Email, besonders in seiner früheren Zeit, und erfreute sich auch damit des Beifalls. Einen Theil seiner Werke machen die Scenen aus der comischen Oper aus, so wie denn überhaupt die Bühne auf die Kunstweise Sicardi's Einfluss übte. Unter den früheren gerühmten Bildern (1804) nennen wir eine Scene, wie Pierrot mit dem Ragout sich den Mund verbrennt, während sein Bube weislich den Bissen bläst, und die Frau über den Alten lacht. Dieses zart vollendete Bildchen hat Mecou geistreich in Kupferstich-Manier gestochen. Ein anderes Gemälde stellt dieses pfiffige Söhnchen vor, wie es zum Entzücken der Mutter dem Vater Lecke- reien aus der Tasche stiehlt. Ein weiteres Bild bringt Kinder zur Schau, die, mit Eselsohren und angehefteten Zetteln bestraft, den- noch Töpfe mit Eingemachtem benaschen. Die Werke dieser Art wurden als originelle bezeichnet, und in der Darstellung wollte man eine besondere »Vis comica« erkennen. Ausser dem oben genannten Blatte von Mecou haben wir noch viele andere Bilder im Stiche, unter den Titeln: O! che Boccone, gest. von Burck; Oh, che Gusto!, gest. von Copia; Comme la trovate? gest. von Burel und Copia; Oh, che Fortuna! gest. von Bouquet. Diese vier Blätter erschienen anfangs mit Sicardi's eigener Adresse (chez Sicardi & Paris), dann kamen die Platten in den Besitz der Kunsthandlung des Mr. Jean, früher Mondhare et L. Bonnet.

Sicardi starb um 1825.

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