Sherwin, William

Sherwin, William, Zeichner und Kupferstecher , der Sohn eines englischen Geistlichen, wurde um 1650 zu Wellington (Hertfordshire ) geboren, und unter unbekannten Verhältnissen herangebildet. Er

übte in London seine Kunst, und obgleich er dieselbe nicht mit Auszeichnung trieb, so erlangte er dennoch den Titel eines Kupfer-

stechers des Königs. Diese seltene Ehre wurde sonst nur ausge- zeichneten Künstlern zu Theil, so dass sich Sherwin sicher beson- derer Protektion erfreut zu haben scheint. Es finden sich ziemlich viele Blätter von ihm, wovon die meisten nur im Machwerk ver-

diene, die wenigsten auch im Uebrigen zu empfehlen sind.

Dann ist Sherwin auch einer der ersten, welche Blätter in schwarzer Manier geliefert haben. Er bediente sich bei der Zu- bereitung der Platte einer Feile, da er das Verfahren des Prinzen Rupert nicht kannte. Dieser hatte aber einen Diener im Ver- dacht der Entdeckung des Geheimnisses, bis sich Sherwin an den Prinzen wendete und ihm sein Instrument vorzeigte. Jetzt schenkte ihm Rupert eine gekerbte Walze. Die Schwarzkunstblätter Sher- win's sind als Incunabeln der genannten Manier zu betrachten. Dieselben schätzt daher nur der Kenner, da sie noch unvollkom- men erscheinen. Sherwin starb um .

  1. Charles Lord Gerard (Maclesfield) in Rüstung mit langen Haaren. Medaillon, W. Sherwin fec. H. 14 Z. 7 L., Br.

  2. George I., Herzog von Albermale, von vorn genommen und in Rüstung dargestellt. James Hoar jun. Guil. Sher- win fec. cum privil. H. 14 Z. 7 L., Br. 11 Z. 9 L.

  1. Dieses Blatt ist von guter Wirkung, aber zu schwarz. Die Behandlung ist in beiden ganz eigenthümlich und unsicher.
  1. Die Madonna della Sedia, nach Rafael's Bild in der Gallerie des Herzogs von Wellington, aber von der Gegenseite. Auch der Johannes fehlt. Schlecht gearbeitet, und von keiner grossen Wirkung. Graf L. de Laborde kannte es.

Grabstichelarbeiten.

  1. Carl II. König von England, fol.

  2. Dr. William Hennon. Ad vivum del. 1671, fol.

  3. Joseph Herzog von Albermale, fol.

  4. John Blancowe, nach Cluustermann, fol.

  5. William Bridge, fol.

  6. Powel, Richter, 1711. Sehr seltenes Blatt, fol.

  7. Fünfzig Blätter in God's Revenge against Murder, 1669, Fol.

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