Servi, Constantino de, Architekt , Maler und Bildhauer von Flo- renz, stammte aus einer angesehenen Familie, zog aber die Kunst jeder anderen Erwerbsweise vor. Er war Schüler von Santo Tito, und Nachahmer desselben, bis er endlich, nach Lanzi's Versicher- ung, in Deutschland an den Werken des F. Porbus solches Ge- fallen fand, dass er diesen Meister nachahmte. Servi ist indessen weniger als Maler bekannt; sein Hauptfach war die Civil- und Kriegsarchitektur, und namentlich machte er sich auch durch seine florentiner Mosaiken in harten Steinen bekannt, da diese Arbeiten durch ganz Europa gingen. Plastische Werke scheint er wenig hinterlassen zu haben, und wurde vielleicht hierin von vielen über- troffen. Durch Gaye (Carteggio inedito III. 473.) wissen wir, dass ihm in Rom die Ausführung einer 0–10 Braccia hohen Erzstatue und »un santo Paolo« auf die trajanische Säule übertragen wurde. Es geht diess aus einem Briefe des Künstlers d. d. 18. Oct. 1585 an den Sekretair Antonio Serguidi hervor; allein aus einem zwei- ten Briefe d. d. 21. Dec. 1586 an denselben Serguidi ist zu er- sehen, dass diese Arbeit wieder einem anderen zufiel. Damals war der Künstler in Neapel , wo er mehrere Gemälde ausführte und Pläne zu Gebäuden entwarf. Dann finden wir ihn auch in England , wo der Prinz von Wales ihm die Leitung verschiedener Bauten und die Konstruktion mehrerer Maschinen übertrug. Die- ser Fürst setzte ihm einen Jahrgehalt von 600 Scudi aus. Nach einiger Zeit ging er nach Holland , wo der Graf Moriz von Nassau ihm die Leitung einiger Bauten der General-Staaten übertrug. Noch in seiner späteren Zeit musste er ihm von Florenz aus ein Modell zu einem hölzernen Gebäude nach dem Haag schicken. Auch Kaiser Rudolf II. bediente sich zu ähnlichen Zwecken der
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