Serra, Miguel, Maler, geb. zu Tarragona 1653, floh als Knabe aus dem väterlichen Hause, und kam nach Marseille , wo sich ein mittelmässiger Maler seiner annahm. Nach zwei Jahren verliess er diesen, um in Rom seine Studien fortzusetzen, wo er zwanzig Jahre verblieb, und den Ruf eines geschickten Künstlers sich er- warb. Nach Verlauf dieser Zeit kehrte er nach Marseille zurück, und erhielt da in kurzer Zeit so viele Aufträge, dass er kaum mehr im Stande war sie zu erledigen. Die Gewinnsucht trieb ihn aber zu einem fabrikmässigen Treiben, welches de Fontenai mit dem Lobe grosser Leichtigkeit beschönigte. In den Kirchen der ge- nannten Stadt und zu Aix sieht man viele Bilder von ihm, worun- ter aber mehrere nur das Verdienst einer glänzenden Färbung und grosser Handfertigkeit besitzen. Er ist aber in allen manierirt und übertrieben, was ihm aber gerade das Lob grosser Energie und origineller Kraft erwarb. Er genügte den damaligen Anfor- derungen vollkommen. Zu seinen Hauptwerken zählt man die Marter des hl. Petrus bei den Dominikaner zu Marseille und zwei Darstellungen der zu seiner Zeit in jener Stadt grassirten Pest auf dem Rathhause daselbst. Im Museum zu Marseille waren ehedem 21 Bilder von Michel Serre, wie der Künstler in Frankreich ge-
Vierzehn dieser Darstellungen sind dem Lehen des hl. Petrus entnommen. Im Jahre 1733 starb der Künstler in Marseille, Ticozzi lässt ihn irrig 1728 sterben.
Rigaud stach die beiden Pestbilder unter dem Namen M. de Serres,
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