Serangeli, Giovacchino, Historienmaler , geb. zu Mailand um
1778, begann an der Akademie daselbst seine Studien, und ging dann zur weiteren Ausbildung nach Paris , wo ihn David unter die Zahl seiner Schüler aufnahm. Serangeli übte sich da nach der Vorschrift des Meisters strenge im Zeichnen, und folgte auch in Allem den Lehren desselben. Er führte in Paris mehrere Ge- mälde aus, theilweise in lebensgroßen Figuren, worin sich ein entschiedener Verehrer der David'schen Schule kund gibt, deren Prinzipien er aber in der Folge sich entäußerte, ohne jedoch bessere angenommen zu haben. Zu seinen früheren Werken ge- hört eine Flucht nach Aegypten und der Tod der Euridice, welche auf dem Salon von 1803 zu sehen waren. Hierauf malte er Or- pheus, wie er bei den Göttern des Orcus um die Gattin fleht. Ein zweites Bild, welches er mit diesem im Jahre zur Aus- stellung brachte, stellt die Geburt der Venus dar, und ein drittes die Charitas Romana, welche Fiorillo den beiden anderen vorzieht, aber von den französischen Kritikern nicht als durchaus genügend bezeichnet wird. Dann malte er 1805 ein großes Altarbild mit Christus am Kreuze für eine Kirche in Lyon . Diese Werke zogen auch den Blick des Kaisers Napoleon auf diesen Künstler, dem er jetzt ein Prunkgemälde in lebensgroßen Figuren übergab, welches den Herrscher vorstellt, wie er einige Tage vor seiner Krönung die Abgeordneten der Armee ansprach. Die Scene geht in der Galerie des Louvre vor, wo man im Hintergrunde die Gruppe des Laokoon bemerkt, und im Vorgrunde die liegende Statue des Hermaphroditen. Die anwesenden Generale sind alle Portraits, die Stille solcher Hofceremonien erlaubt aber kein
besonderes dramatisches Leben. In Zeichnung und Färbung er- kannte man jedoch dem Bilde viele Verdienste zu. Landon, Salon
1808, S. 905, gibt die Composition im Umriss, wo aber die an den Hintergründ des Hermaphroditen reichenden Nasen der Generale gar nicht sehr gut stehen. In Landon's Salon 1810 ist Serangeli's Tod der Alceste und ein Bild der Psyche abgebildet, wie ihr die Schwe- stern die Ermordung des Amor anrathen, fast nackte lebensgroße Figuren, die man für ebenso schön gezeichnet, als für weich ge- malt hielt. Wenn indessen Landon's Umriss genau ist, so kann man die weiblichen Figuren nicht besonders schön nennen. Die- ses letztere Bild kaufte Graf Sommariva, der es in seiner Villa am Comersee aufstellte, wo spätere Betrachter die Zeichnung kei- neswegs fehlerfrei und die Köpfe leer fanden. Früher als diese Gemälde fertigte er die Zeichnungen zur Didot'schen Prachtaus- gabe Racine's, welche 1805 zu Paris erschien. Auch diese Zeich- nungen gibt Landon im 22. Bande der Annales du Salon im Umriss,
Um 1812 begab sich der Künstler in sein Vaterland zurück, und fand da vor allem durch den Grafen Sommariva in Como Be- schäftigung. Der Graf besass mehrere Gemälde von Serangeli, die
Serangeli ist Mitglied mehrerer italienischen Akademien, cor- respondirendes Mitglied des französischen Institutes, Professor der Akademie in Mailand und jener von S. Luca in Rom etc.
Serfln°, s. Cerano. ;
Blaphin, Anton, Kupferstecher, war in Paris Schüler von Ede- lin, ist aber nach seinen übrigen Lebensverhältnissen unbekannt.
Der grosse hl. Michael von Rafael, im Pariser Museum, von der Gegenseite gestochen, gr. fol.
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