Semini, Antonio, Maler, wurde um 1485 in Genua geboren, und von L. Brea unterrichtet, zugleich mit Teramo Piaggia, der sich in der Folge mit Antonio zu gemeinschaftlichen Arbeiten verband. Semini scheint aber der tüchtigere zu seyn, so dass ihn Lanzi den Perugino seiner Schule nennt; diess bei Betrachtung der Kreuz- abnehmung bei den Dominikanern zu Genua und anderer Bilder, die man ehedem daselbst von ihm sah. Jetzt scheint sich wenig mehr in Genua von ihm zu finden; wir wissen nur von einem Bilde der Cleopatra im Palaste Pallavicini. Semini hat sich aber in seiner späteren Zeit mehr der modernen Schule genähert. Lanzi macht besonders auf eine Geburt Christi in S. Domenico zu Savona aufmerksam, in welcher Antonio nicht bloss mit Perino, sondern selbst mit Rafael wetteifert. Die Familie Riari daselbst hatte mehrere Bilder, in welchen nach Fiorillo's Bemerkung sich der Künstler selbst übertroffen haben soll. Mehrere seiner Werke führte er in Gemeinschaft mit Teramo aus, so dass beide Künstler ihre Namen darauf setzten. Auf dem Gemälde der Marter des hl. Andreas in S. Andrea zu Genua brachten sie nebenbei auch ihre Bildnisse an. Dieses Bild stammt aus der früheren Zeit der Jüngeren Meister, man bemerkt aber schon den Einfluss einer höheren Periode. In den Köpfen und in den Bewegungen herrscht grosses Leben und das Colorit ist von gefälliger Harmonie. In der Zeichnung findet man sich nicht auf gleiche Weise befriediget.
Die beiden folgenden Meister sind seine Söhne und Schüler, die später im Vaterlande viel zur Verbreitung eines besseren Ge- schmackes beitrugen. Anton Semini starb nach 1547.
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